Die indischen Aktienmärkte dürften am Dienstag fester in den Handel starten und damit den Gewinnen ihrer asiatischen Pendants folgen. Auslöser ist die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Bombardierung des iranischen Stromnetzes zu verschieben, was die Sorgen vor einem schwerwiegenden Energieschock vorerst milderte.

Die GIFT Nifty-Futures notierten um 7:48 Uhr IST bei 22.862 Punkten, was darauf hindeutet, dass der Leitindex Nifty 50 etwa 1,6% über dem Schlusskurs vom Montag von 22.512,65 Punkten eröffnen könnte.

Trump erklärte am Montag, er habe das Militär angewiesen, die Schläge gegen iranische Kraftwerke nach "produktiven Gesprächen" mit Teheran aufzuschieben.

Der iranische Parlamentssprecher widersprach jedoch Trumps Ankündigung in den sozialen Medien und betonte, dass keine Gespräche mit den USA stattgefunden hätten.

Asiatische Aktien legten um 0,7% zu, während der Preis für Rohöl der Sorte Brent um die Marke von 104 Dollar pro Barrel pendelte. [MKTS/GLOB]

"Die gegensätzlichen Darstellungen zwischen den USA und dem Iran deuten darauf hin, dass die Märkte zwar auf Optimismus reagieren, die zugrunde liegende geopolitische Unsicherheit jedoch noch nicht vollständig verflogen ist", sagte Hariprasad K, Research-Analyst und Gründer von Livelong Wealth.

Der Nifty 50 war am Montag um 2,5% eingebrochen und verzeichnet seit dem Ausbruch des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran Ende Februar ein Minus von 10,6%. Die rasant steigenden Ölpreise haben Inflationssorgen geschürt und die Wachstumsaussichten Indiens getrübt.

Ausländische Investoren setzten ihre Verkaufsserie am Montag den sechzehnten Handelstag in Folge fort. Laut vorläufigen Daten stießen sie indische Aktien im Wert von 104,14 Milliarden Rupien (1,12 Milliarden Dollar) ab.

Im März haben Ausländer bisher netto Aktien im Wert von 10,2 Milliarden Dollar verkauft und steuern damit auf den größten monatlichen Abfluss seit Oktober 2024 zu.

AKTIEN IM FOKUS

** HDFC Bank: Indiens größter privater Kreditgeber zieht einen externen Rechtsbeistand hinzu, um das Rücktrittsschreiben des ehemaligen Teilzeit-Verwaltungsratschefs Atanu Chakraborty zu prüfen. Dieser war letzte Woche unter Hinweis auf Differenzen bei "Werten und Ethik" zurückgetreten.

** IndiGo: Die größte indische Fluggesellschaft ernannte Aloke Singh zum Chief Strategy Officer, nur wenige Wochen nachdem die Airline das Ausscheiden von CEO Pieter Elbers bekannt gegeben hatte.

** Coal India: Der staatliche Bergbaukonzern plant, jeweils bis zu 25% seiner Tochtergesellschaften South Eastern Coalfields (SECL) und Mahanadi Coalfields (MCL) durch Börsengänge oder andere Wege zu veräußern.

(1 Dollar = 93,1910 Indische Rupien)