Der Nifty 50 und der Sensex sind seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar um jeweils 10,6 % gefallen, da ausländische Investoren Kapital abzogen, während steigende Ölpreise Inflationsängste schürten und die Wachstumsaussichten des Landes trübten.
Der Nifty 50 fiel am Montag um 2,6 % auf 22.512,65 Punkte, während der Sensex 2,46 % auf 72.696,39 Punkte verlor, womit beide Indizes in den überverkauften Bereich abrutschten.
Alle 16 Hauptsektoren verzeichneten Rückgänge. Small-Cap- und Mid-Cap-Indizes brachen um jeweils 3,9 % ein. Der Volatilitätsindex, der die erwarteten Schwankungen über 30 Tage abbildet, stieg im Sitzungsverlauf auf 27,17, den höchsten Stand seit Anfang Juni 2024.
Die asiatischen Märkte gaben um 3,6 % nach und europäische Aktien fielen auf ein Viermonatstief, da sich die Spannungen im Nahen Osten verschärften und die Hoffnung auf eine baldige Deeskalation des Krieges, der nun in seine vierte Woche geht, dämpften. [MKTS/GLOB]
Rohöl der Sorte Brent verharrte nahe der Marke von 113 Dollar pro Barrel, was für Indien, einen der weltweit größten Ölimporteure, eine große Herausforderung darstellt. [O/R]
Hohe Ölpreise und ausländische Kapitalabflüsse von fast 10.000 Millionen Dollar im März setzten die Rupie unter Druck, während ein Indikator für Schwellenländerwärungen auf ein Viermonatstief sank.
"Ein Sprung der Ölpreise, anhaltende ausländische Abflüsse und folglich eine drastische Korrektur des Rupie-Wechselkurses aufgrund des Iran-Krieges haben einen scharfen Rückgang bei inländischen Aktien ausgelöst", sagte G. Chokkalingam, Gründer und Forschungsleiter bei Equinomics Research.
"Die externen wirtschaftlichen Bedingungen verschlechtern sich kriegsbedingt und könnten kurzfristig noch unvorteilhafter werden, was einen erheblichen kurzfristigen Druck auf Aktien erzeugt", so Chokkalingam weiter.
Die HDFC Bank, das schwerste Gewicht in den Benchmarks, fiel am Berichtstag um etwa 4,7 % und verlor über drei Handelstage hinweg 11,7 %, nachdem ihr Teilzeit-Verwaltungsratsvorsitzender abrupt zurückgetreten war.
Der Subindex für Metalle sank um 4,8 % und folgte damit den niedrigeren Weltmarktpreisen.

















