Die indischen Aktienindizes sind am Freitag gefallen und haben damit den fünften Wochenverlust in Folge verbucht - die längste Verlustserie seit zwei Jahren. Auslöser waren die jüngsten US-Zölle gegenüber Handelspartnern sowie die erneute Bestätigung eines 25%-Zolls auf indische Produkte, was weltweit die Sorgen um das Wirtschaftswachstum schürt.
Der Nifty 50 sank um 0,82% auf 24.565,35 Punkte, während der BSE Sensex um 0,72% auf 80.599,91 Punkte nachgab.
Beide Leitindizes verzeichneten in dieser Woche einen Rückgang von etwa 1,1%; vierzehn der sechzehn wichtigsten Sektoren schlossen im Minus.
Die breiter gefassten Small- und Mid-Cap-Indizes verloren in der Woche 3,4% beziehungsweise 2,4%.
„Die Zollandrohung wirkt eher wie ein taktisches Manöver als wie das Endspiel - ein Hebel, aber keine dauerhafte Politik“, sagte Aishvarya Dadheech, Chief Investment Officer bei Fident Asset Management.
Dennoch könnten der anhaltende Ausverkauf durch ausländische Investoren und die durch Zollunsicherheiten angeheizte US-Inflation Schwellenländern wie Indien kurzfristig zusetzen, fügte Dadheech hinzu.
Ausländische Portfoliainvestoren haben indische Aktien neun Sitzungen in Folge verkauft; die Abflüsse im Juli belaufen sich auf 17,74 Milliarden Rupien - der höchste Wert seit Februar.
IT-Titel mit US-Exposure verloren am Freitag 1,9% und auf Wochensicht 2,7%, da Zölle und Inflationssorgen die Nachfrageaussichten trübten.
Pharma-Aktien gaben am Tag 3,3% und im Wochenverlauf 2,9% nach, nachdem US-Präsident Donald Trump die Arzneimittelhersteller zu Preissenkungen bei verschreibungspflichtigen Medikamenten drängte und damit den Preisdruck verstärkte.
Sun Pharma verlor am Freitag 4,5% - der größte Tagesverlust im Nifty 50 -, nachdem Investec die Aktie von „Kaufen“ auf „Verkaufen“ herabgestuft hatte.
Im Gegensatz dazu legten Konsumgüteraktien in dieser Woche um 3% zu, angeführt von Hindustan Unilever und Varun Beverages, nachdem starke Quartalsergebnisse für Hoffnung auf eine allmähliche Nachfragenerholung sorgten.
In der Wochenbilanz gewannen auch der Infrastrukturkonzern Larsen & Toubro sowie der Farbenhersteller Asian Paints 4,2% beziehungsweise 4,1%, gestützt durch starke Quartalszahlen.
Die Aktien von PNB Housing Finance stürzten um 18% ab und verzeichneten damit die schlechteste Sitzung seit fast sieben Jahren, nachdem CEO Girish Kousgi zurückgetreten war - ein Schritt, den Analysten angesichts seiner Rolle bei der Steigerung von Profitabilität und Asset-Qualität als Rückschlag bezeichneten.
($1 = 87,5700 indische Rupien)


















