Die USA und Indien kamen nach der Veröffentlichung eines vorläufigen Rahmenabkommens am Freitag einer Handelsvereinbarung näher. Dies geschah wenige Tage, nachdem Präsident Donald Trump angekündigt hatte, die Zölle auf indische Exporte von 50% auf 18% zu senken, sofern Neu-Delhi den Kauf von russischem Öl einstellt.
Dem Abkommen zufolge werden die Zölle auf traditionelle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und einem Hubraum von über 3.000 ccm innerhalb von zehn Jahren schrittweise auf 30% gesenkt, so ein indischer Regierungsvertreter.
TESLA VON ZOLLSENKUNGEN AUSGESCHLOSSEN
Elektrofahrzeuge sind von dem Abkommen ausgeschlossen, ergänzte der Beamte und schließt damit einen möglichen Weg für Tesla zu niedrigeren Zöllen aus – ein zentrales Anliegen von Elon Musk, der Indiens hohe Abgaben wiederholt kritisiert hat.
Diese Haltung steht im Gegensatz zu den weitergehenden Zugeständnissen, die Indien der Europäischen Union gemacht hat: Dort hat sich Neu-Delhi zu deutlich stärkeren Zollsenkungen auf bis zu 10% bei einer breiteren Palette von Fahrzeugen, einschließlich künftiger Zugeständnisse für einige Elektroautos, bereit erklärt.
Indien, der drittgrößte Automarkt der Welt nach den USA und China, schützt seine heimische Autoindustrie seit langem durch hohe Importzölle von 70% bis 110%.
Derzeit importiert das Land nur wenige Autos aus den USA, bringt jedoch hochwertige Motorräder wie Harley-Davidson ein; auch andere Premium-Motorräder sollen laut dem Beamten von reduzierten Zöllen profitieren.
Der mit den Gesprächen vertraute Beamte wollte anonym bleiben, da die Einzelheiten des Übereinkommens noch nicht vollständig veröffentlicht wurden. Das indische Handelsministerium reagierte außerhalb der üblichen Geschäftszeiten nicht sofort auf eine per E-Mail gestellte Anfrage nach einem Kommentar.
Die Zollsenkungen sollen voraussichtlich nach Unterzeichnung des Abkommens durch beide Seiten im März umgesetzt werden.



















