Indien hat die Automobilhersteller und Zulieferer aufgefordert, ihre Produktionspläne zu straffen, um Kraftstoff zu sparen. Hintergrund sind Befürchtungen über Engpässe bei Öl- und Gasimporten aus der Golfregion infolge des Iran-Krieges, wie aus einem Reuters vorliegenden Regierungsmemorandum hervorgeht.

Das Ministerium für Schwerindustrie drängte die Unternehmen zudem dazu, den Fabrikbetrieb von ölbasierten Brennstoffen auf Elektrizität umzustellen sowie recyceltes Aluminium oder alternative Materialien zu verwenden, da Knappheit und Kosten steigen, so die Empfehlung vom 25. März.

Für Indien, einen der weltweit größten Importeure von Öl und Gas, unterstreicht dieser Hinweis die wachsende Besorgnis der Regierung über den Konflikt und dessen Auswirkungen auf die Energieströme, Lieferketten und die Verfügbarkeit von Rohstoffen.

Das indische Ministerium für Schwerindustrie reagierte nicht unmittelbar auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

Die Regierung hat bereits die Gasversorgung von Haushalten gegenüber der Industrie priorisiert, die derzeit nur etwa 80 % ihres durchschnittlichen Bedarfs erhält.

Einige Zulieferer für führende indische Automobilhersteller wie Maruti Suzuki, Tata Motors und Mahindra berichten bereits von Gasknappheit im Betrieb, und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Fahrzeugverkäufe boomen.

Das Ministerium erwartet von der Branche nun weitere Anstrengungen.

"Wo immer dies technisch machbar ist, sollte ein Übergang von ölbasierten Brennstoffen zu Elektrizität in Betracht gezogen werden. Darüber hinaus sollten die Produktionspläne optimiert werden, um den Kraftstoffverbrauch im Leerlauf- und Standby-Betrieb zu minimieren", so das Ministerium in seiner Mitteilung.

Die Regierung möchte, dass die Unternehmen nach Möglichkeit recyceltes Aluminium verwenden und den Einsatz alternativer Materialien für Verpackungen und andere nicht kritische Anwendungen prüfen. Ziel ist es, den "Nachfragedruck" angesichts von Engpässen zu verringern, die bereits die Bierbrauer beeinträchtigen.

"Ich weiß nicht, wie viel wir in der Fabrik ändern können, aber die Kernbotschaft ist, dass dieser Krieg noch lange andauern wird und wir uns darauf vorbereiten sollten", sagte eine Führungskraft eines indischen Automobilherstellers.