Etwas mehr als zwei Monate nach Beginn des Jahres 2026 ist der Leitindex der Pariser Börse nach einem starken Jahresauftakt wieder ins Gleichgewicht zurückgekehrt. Der kleine Aufschwung, der gestern eingeleitet wurde, ändert nichts an den grundlegenden Bewegungen, die in den letzten Wochen zu beobachten waren. Werfen wir einen Blick auf die Besten und Schlechtesten des Rankings und die Gründe, warum die betreffenden Unternehmen dort stehen.
Beginnen wir mit den schlechten Nachrichten.

Stellantis bildet mit einem Rückgang von über 30% in kaum mehr als zwei Monaten das Schlusslicht. Dies folgt auf ein Minus von 40% im Jahr 2024 und ein Minus von 25% im Jahr 2025. Man kann also sagen, dass der Autobauer schon längere Zeit das Sorgenkind des CAC 40 ist. Das neue Managementteam hat seinen Sanierungsplan nicht umsonst "Reset" genannt. Kürzlich hat der Konzern mit einer XXL-Abschreibung das Scheitern seiner kommerziellen und industriellen Strategie eingestanden. Es wird Zeit und Geld brauchen, um die Wunden zu heilen. Der Markt ist angesichts der strukturellen Herausforderungen der Branche noch nicht bereit, für die Sanierung zu bezahlen.

Capgemini folgt mit -24%. Das ist für die französische Beratungsgesellschaft ziemlich selten, auch wenn sie bereits zwei negative Jahre hinter sich hat (-16% in 2024 und -10% in 2025). Investoren fragen sich, wie stark die Branche von der KI betroffen sein wird. Es ist offensichtlich, dass ein Teil der einfachen Dienstleistungen, die Dienstleistungsunternehmen bislang relativ teuer abrechnen konnten, künftig wegfallen dürfte. Die Branche hat versucht zu erklären, dass sie ein Katalysator für KI ist, bisher jedoch ohne großen Erfolg. Der Markt zählt sie nicht zu den Gewinnern des technologischen Umbruchs.

Dassault Systèmes komplettiert das Negativpodium mit -24% im Jahr 2026. Was für ein Absturz für den führenden französischen Softwarekonzern! Auch hier spielt KI eine Rolle, aber nicht nur. Dassault Systèmes hat das Schicksal gefallener Engel ereilt, gefangen zwischen einer Bewertung, die keine Fehler verzieh, und einer Anreihung von schlechten Nachrichten. Zudem wurde das offensichtliche Scheitern der Diversifizierung im Gesundheitsbereich noch nicht verarbeitet. Die schwache Börsenentwicklung (auch hier: DSY ist ein fallendes Messer, das dritte Jahr in Folge im Minus) hat Kritik an der Unternehmensführung laut werden lassen. Der Druck führte schließlich zum Rücktritt des prägenden Bernard Charlès, der das Steuer an Pascal Daloz übergab, der nun vor großen Aufgaben steht.

Am anderen Ende des Spektrums steht ArcelorMittal mit einem Plus von 35%. Der Stahlkonzern hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Fokussierung und Entschuldung vollzogen, was von der Finanzwelt anerkannt wurde. Inzwischen profitiert das Unternehmen vom Wiederaufleben der sogenannten analogen Wirtschaft im Gegensatz zur digitalen. Greifbares, Konkretes und die Kontrolle über die Lieferquelle stehen im Fokus. Metall- und Bergbauwerte sind derzeit sehr gefragt, da Souveränität wieder über Rohstoffe definiert wird.

Das französisch-italienische Halbleiterunternehmen STMicroelectronics (+31%) meldet sich eindrucksvoll zurück. Lange Zeit galt das Unternehmen als Verlierer der Branche, weil es zu stark auf den schwachen Automobilsektor und zu wenig auf den KI-Boom gesetzt hatte. Nun geht es ST besser. Das Unternehmen war Opfer der klassischen Zyklik der Halbleiterbranche, ohne vom KI-getriebenen Boom der Rivalen zu profitieren. Der Tiefpunkt ist nun überwunden und die Ergebniskurve zeigt, wenn auch nicht spektakulär, nach oben.

Es gab Zeiten, da hielten manche Investoren es für spannender, beim Trocknen von Farbe zuzusehen, als in Telekommunikation zu investieren. Orange beweist seit dem vergangenen Jahr das Gegenteil (+47% ohne Dividende in 2025). Und 2026 begann auf hohem Niveau, denn das Unternehmen verzeichnet ein Plus von 25%, was ihm den dritten Platz auf dem Podium des CAC 40 einbringt. Nach überzeugenden Quartalszahlen wurde der Betreiber von der Begeisterung der Investoren für Infrastrukturen, insbesondere für solche, die KI-Dienste ermöglichen, mitgezogen. Die wahrscheinliche Reduzierung von vier auf drei Betreiber auf dem französischen Markt, was eine mögliche Entspannung des Wettbewerbsdrucks bedeutet, trägt ebenfalls zur guten Börsenlage des Unternehmens bei.