In Paris wird der Markt von Kursgewinnen bei BNP Paribas (+3,84%), die ein neues Allzeithoch erreichte, und ArcelorMittal (+2,23%) gestützt. Die Bank von der Rue d'Antin verzeichnete im vierten Quartal einen um 28% gestiegenen Nettogewinn auf Gruppenebene auf 2,97 Milliarden Euro. Der Stahlkonzern seinerseits steigerte den Gewinn je Aktie von 2,95 auf 3,85 Dollar, trotz eines um 7% gesunkenen Ebitda auf 6,54 Milliarden Dollar für das Gesamtjahr 2025.

In Deutschland wird der DAX 40 vor allem vom starken Rückgang bei Rheinmetall belastet, das um 6,39% einbricht. Der auf den Verteidigungssektor spezialisierte Konzern bestätigte zwar seine Ziele für 2025, doch werden die Prognosen für 2026 als etwas zu vorsichtig eingeschätzt.

Andernorts in Europa bricht Volvo Cars um 24,65% ein. Der schwedische Autohersteller musste im vierten Quartal einen deutlichen Rückgang der Ergebnisse hinnehmen. Die Umsätze gingen in diesem Zeitraum um 15,79% zurück, das operative Ergebnis sank um 51,28%.

Weitere große Unternehmen haben ebenfalls ihre Ergebnisse vorgelegt, darunter Shell (−1,25%), Maersk (−6,27%) und Vodafone (−4,26%).

Gemischte makroökonomische Daten in Europa vor den Notenbanken

Auf dem alten Kontinent fielen die heute Morgen veröffentlichten Statistiken gemischt aus. In Deutschland überraschten die Auftragseingänge der Industrie im Dezember positiv mit einem Sprung um 7,8%, während Analysten mit einem Rückgang von 1,8% gerechnet hatten. Getragen wurde dies vom Anstieg im Bereich Metallwaren (+30,2%), Maschinen und Anlagen (+11,5%) sowie Elektro- und Elektronikausrüstung (+9,8% und +5,7%). Dagegen gingen die neuen Aufträge in der Automobilindustrie um 6,3% zurück.

In Frankreich fiel die Industrieproduktion im Dezember mit einem Rückgang von 0,7% enttäuschend aus, während mit einem Plus von 0,2% gerechnet worden war.

Die Anleger reagierten darauf kaum und warten ab, bevor zwei große Notenbanken ihre Entscheidungen bekanntgeben. Bei der Bank of England wird nach der Zinssenkung im Dezember keine Änderung erwartet. Laut Oddo BHF ist die nächste geldpolitische Lockerung für das Frühjahr geplant.

Was die Europäische Zentralbank betrifft, wird ebenfalls keine Änderung erwartet, doch wie immer wird die Pressekonferenz der Präsidentin Christine Lagarde besonders aufmerksam verfolgt. Die Investoren werden versuchen, Hinweise auf die künftigen Absichten der europäischen Institution zu erkennen.

Amerikanische Unternehmenszahlen...

In den Vereinigten Staaten werden mehrere Großkonzerne ihre Ergebnisse vorlegen. Linde, Conocophilips und Bristol-Myers Squibb präsentieren ihre Zahlen vor Börsenbeginn in New York, während Amazon dies nach US-Börsenschluss tun wird.

Auf makroökonomischer Ebene werden die Marktteilnehmer zudem ein Auge auf die Veröffentlichung der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA um 14:30 Uhr werfen.