Den Hintergrund bildet weiterhin der festgefahrene Konflikt im Nahen Osten, der weltweit die Preise nach oben treibt. Dies verdeutlichte auch ein am Mittwoch veröffentlichter US-Inflationsbericht, der wiederum die Besorgnis über den künftigen Zinspfad verstärkte.
Die Angst vor einer lang anhaltenden Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran, die zu einer Sperrung der Straße von Hormus -- einer lebenswichtigen Passage für die weltweite Kraftstoffversorgung -- führen könnte, hatte die Kursverluste der vorangegangenen Sitzungen dominiert.
US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag, er glaube nicht, dass er die Hilfe Chinas benötige, um den Krieg mit dem Iran zu beenden. Dieser Kommentar erfolgte jedoch unmittelbar am Vorabend seines Treffens mit Xi Jinping. Die Ankunft des US-Präsidenten in Peking ist für diesen Mittwoch geplant, wobei die formellen Gespräche für Donnerstag und Freitag angesetzt sind.
An der makroökonomischen Front stieg die US-Verbraucherinflation im April infolge des Nahost-Konflikts so stark wie seit drei Jahren nicht mehr. Dies erhöht das Risiko, dass die Federal Reserve gezwungen sein könnte, die Zinsen früher als erwartet anzuheben.
Die Märkte haben jegliche Möglichkeit einer Zinssenkung durch die Fed in diesem Jahr praktisch eingepreist, während die Erwartungen für eine Anhebung um mindestens 25 Basispunkte bei der Dezember-Sitzung laut dem FedWatch-Tool der CME auf über 35% gestiegen sind, verglichen mit weniger als 22% zu Beginn der Woche.
Die Analysten von Bankinter wiesen in ihrem Morgenkommentar darauf hin, dass es sich um eine 'Erholungssitzung handelt, bei der die Hoffnung auf einen konstruktiven Ausgang des Trump-Xi-Treffens (Donnerstag und Freitag) ruht, bei dem der amerikanische Präsident von CEOs führender Unternehmen (Nvidia, Apple, Blackrock, SpaceX...) begleitet wird'.
Das Institut warnte zudem, dass 'der Markt dank der Unternehmensgewinne (+26,0% USA und +12,0% Europa) und des KI-Booms unter Führung der Halbleiterwerte (+65,4% YTD) mit der Geopolitik koexistiert', betonte jedoch, dass 'die Berichtssaison für das erste Quartal 2026 dem Ende zugeht und der Markt neue Impulse benötigt, um weiter voranzukommen'.
In diesem Kontext legte der spanische Leitindex IBEX 35 am Mittwoch um 07:05 Uhr GMT um 102,10 Punkte bzw. 0,58% auf 17.675,70 Zähler zu, während der europäische Blue-Chip-Index FTSE Eurofirst 300 um 0,84% vorrückte.
Im Bankensektor stiegen Santander um 0,98%, BBVA verzeichneten ein Plus von 0,92%, Caixabank rückten um 0,80% vor, Sabadell gewannen 0,83%, Bankinter legten um 0,77% zu und Unicaja Banco stiegen um 0,66%.
Unter den großen Nicht-Finanzwerten notierten Telefónica 0,42% höher, Inditex rückten um 0,21% vor, Iberdrola legten um 0,08% zu, Cellnex gewannen 0,14% und der Ölkonzern Repsol stieg um 0,09%.
(Informationen von Tomás Cobos; Redaktion durch Jorge Ollero Castela)


















