Der IBEX 35 startete am Montag ohne nennenswerte Veränderungen in den Handel und folgte damit dem Trend der europäischen Börsen. Die globalen Märkte zeigten sich impulsarm, nachdem die Handelsplätze in China, Japan und Großbritannien feiertagsbedingt geschlossen blieben.

Die Aufmerksamkeit der Anleger richtete sich jedoch weiterhin auf die Geopolitik, insbesondere auf die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sowie auf den Plan Washingtons, Schiffe in der Straße von Hormus zu eskortieren.

Trump machte nur wenige Angaben zu dem Vorhaben, den Schiffen und Besatzungen zu helfen, die in dieser lebenswichtigen Seestraße 'festsitzen' und denen allmählich Lebensmittel und andere Vorräte ausgehen.

Der seit über zwei Monaten andauernde Konflikt der USA und Israels gegen den Iran hat zu einer Blockade des Seewegs geführt und die Ölpreise angesichts der Ungewissheit über Lösungswege auf über 100 Dollar pro Barrel getrieben.

Für die Analysten von Bankinter deutet das Gesamtbild auf eine Erholung hin, während die Investoren zudem die ermutigenden Zahlen und Prognosen von Apple sowie die Entscheidung der USA, die Zölle auf europäische Automobile von 15% auf 25% zu erhöhen, verarbeiten.

'Das heutige Bild ist von einer Erholung geprägt, wobei sich der Markt bereits an etwas teureres Öl und ein Leben mit permanenten geostrategischen Spannungen gewöhnt hat', so die Analysten in ihrem Telegram-Kanal.

Auf makroökonomischer Ebene werden die Märkte in dieser Woche die US-Arbeitsmarktdaten im Blick behalten - JOLTS am Dienstag, ADP am Mittwoch und der offizielle Bericht am Freitag. Hinzu kommen das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan sowie die PMI-Indizes für den Dienstleistungssektor in China und der Eurozone am Mittwoch.

Zudem fokussieren sich die Anleger auf die Unternehmensberichte, unter anderem von AMD, McDonald's, UniCredit, Philips und BMW. In Spanien werden Sabadell und Unicaja am Dienstag, Ferrovial am Donnerstag und IAG am Freitag ihre Zahlen vorlegen.

Um 07:21 GMT notierte der spanische Leitindex IBEX 35 mit einem Minus von 18,80 Punkten oder 0,11% bei 17.762,20 Zählern, während der europäische Blue-Chip-Index FTSE Eurofirst 300 um 0,01% zulegte.

Im Bankensektor verloren Santander 0,15%, BBVA gaben um 0,96% nach und Caixabank sank um 0,28%. Sabadell konnte hingegen um 1,30% zulegen, während Bankinter 0,18% einbüßte und Unicaja Banco unverändert blieb.

Unter den großen Nicht-Finanzwerten notierte Telefónica 0,05% schwächer, Inditex stieg um 0,12%, Iberdrola gab um 0,58% nach, Cellnex sank um 0,14% und der Ölkonzern Repsol verzeichnete ein Minus von 1,84%.

(Berichterstattung durch Benjamín Mejías Valencia; Redaktion durch Jorge Ollero Castela)