Der Vorstandsvorsitzende von Iberdrola in Spanien hat am Donnerstag die Behauptung des Chefs des nationalen Stromnetzbetreibers zurückgewiesen, wonach ein Missmanagement in einer Solaranlage des Unternehmens zum massiven Stromausfall am 28. April vergangenen Jahres beigetragen haben könnte.

Die Aussage von Mario Ruiz-Tagle vor einem Untersuchungsausschuss im spanischen Senat war das erste öffentliche Eingeständnis von Iberdrola, dass das Unternehmen die vom Netzbetreiber hervorgehobene Infrastruktur besitzt, nämlich die Solaranlage Núñez de Balboa in der südwestlichen Provinz Badajoz.

„Ich sage Ihnen zum ersten Mal, dass die Anlage in meinem Besitz ist“, erklärte er und bestritt, dass es an diesem Tag schlechtes Management oder einen schlechten Betrieb in der Anlage gegeben habe.

Ein Sprecher von Redeia – Eigentümerin des Netzbetreibers REE – lehnte eine Stellungnahme ab.

Beatriz Corredor, Vorsitzende von Redeia, hatte demselben Ausschuss des Oberhauses im September mitgeteilt, dass Missmanagement und mangelnde Kontrolle einer großen Solaranlage in Badajoz das Stromsystem des Landes am Tag des landesweiten Ausfalls anfälliger gemacht hätten.

Die Anlage habe sich „unsachgemäß verhalten und das System dadurch deutlich anfälliger gemacht“, sagte sie, ohne den Namen, den Eigentümer oder den genauen Standort der Anlage zu nennen.