Das US-Verbraucherschutzbüro Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) wird in der kommenden Woche sein Expertengremium für Verbraucherfragen einberufen, um unter anderem die Abschaffung von Antidiskriminierungsrichtlinien sowie einen jüngsten Vorschlag zur Einschränkung von Gleichbehandlungsregeln aus der Bürgerrechtsära zu diskutieren. Dies geht aus einer von Reuters eingesehenen Tagesordnung hervor.
Die Sitzung des Consumer Advisory Board, das das CFPB gesetzlich verpflichtet ist, zweimal jährlich einzuberufen, folgt auf einen Vorschlag der Behörde auf Anweisung des Weißen Hauses. Ziel ist es, Vorschriften zu beschränken, die kommerzielle Praktiken untersagen, die faktisch zu Diskriminierung führen - unabhängig von der Absicht der Beteiligten.
Das Gremium setzt sich aus externen Experten und Wirtschaftsvertretern zusammen, die die Behörde beraten und unterstützen sollen. Laut Tagesordnung finden die beiden vorgeschriebenen Sitzungen am Mittwoch statt.
Zu den derzeitigen Mitgliedern des Gremiums zählen sowohl private als auch gemeinnützige Befürworter des Zugangs zu Wohnraum, die bereits vor dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump im Board vertreten waren und während seiner umfassenden Neuausrichtung der Behörde weiter im Amt blieben.
Unter den Rednern der Veranstaltung sind Vertreter des Hypothekenunternehmens Townstone Financial aus Chicago, das im vergangenen Jahr eine Einigung mit dem CFPB wegen Vorwürfen rassistischer Diskriminierung erzielt hatte, sowie Führungskräfte von Credova, einem auf Feuerwaffen spezialisierten ,,Buy Now, Pay Later"-Anbieter. James Giudice, Chefjustiziar der Credova-Muttergesellschaft PublicSquare, einem politisch vernetzten Investmentfonds, wird laut Tagesordnung ebenfalls sprechen.
Die Regierung Trump hatte im August eine CFPB-Untersuchung zu den Geschäftspraktiken von Credova eingestellt und dabei erklärt, die Ermittlungen seien politisch motiviert gewesen. Ein Bundesgericht untersagte der Behörde, den gerichtlich genehmigten Vergleich mit Townstone rückgängig zu machen.
Vertreter des CFPB und von PublicSquare reagierten zunächst nicht auf Anfragen zur Stellungnahme. Über einen Sprecher lehnte auch ein Anwalt von Townstone eine Stellungnahme ab.


















