Das chinesische Unternehmen Zhejiang Huayou Cobalt wird im ersten Quartal 2026 mit der Produktion von Lithium-Sulfat in seiner neuen, 400 Millionen US-Dollar teuren Anlage in Simbabwe beginnen. Dies teilte das Unternehmen am Donnerstag mit, während das afrikanische Land verstärkt auf die lokale Verarbeitung von Rohstoffen setzt.

Die neu fertiggestellte Anlage in der vollständig im Besitz von Huayou befindlichen Prospect Lithium Zimbabwe, am Arcadia-Bergwerk, verfügt laut Angaben eines Firmenvertreters über eine jährliche Kapazität von mehr als 50.000 metrischen Tonnen Lithium-Sulfat. Diese Angaben wurden während einer Führung durch den Betrieb gemacht.

Bei Lithium-Sulfat handelt es sich um ein Zwischenprodukt, das weiter zu batterietauglichen Materialien wie Lithiumhydroxid oder Lithiumkarbonat verarbeitet werden kann, die in der Batterieherstellung verwendet werden.

,,Wir werden mit der ersten Produktion ab Anfang nächsten Jahres beginnen", sagte Henry Zhu, Generaldirektor von Prospect Lithium Zimbabwe, gegenüber Journalisten.

,,Die Menge des Lithium-Sulfats sollte mehr als 60.000 metrische Tonnen betragen, aber das hängt von der Konfiguration der Anlage ab, da diese brandneu ist", fügte Zhu hinzu.

Simbabwe, Afrikas führender Lithiumproduzent, drängt die Bergbauunternehmen dazu, das Mineral im Land weiterzuverarbeiten, um die Wirtschaft zu stärken.

Huayou, das die Arcadia-Lithium-Mine 2022 für 422 Millionen US-Dollar übernommen hatte, nahm 2023 einen Lithium-Konzentrator im Wert von 300 Millionen US-Dollar in Betrieb.

Das Unternehmen und weitere chinesische Metallfirmen wie Sinomine, Chengxin Lithium Group, Yahua Group und Tsingshan Holding dominieren den Lithiumabbau in Simbabwe. Sie produzieren Konzentrate und verschiffen diese nach China.

Huayou exportierte im Jahr 2024 insgesamt 400.000 Tonnen Lithiumkonzentrat aus Simbabwe.

Das südafrikanische Land wird ab 2027 den Export von Lithiumkonzentraten verbieten, um die lokale Weiterverarbeitung zu fördern.

Auch Sinomine hat Pläne angekündigt, eine 500 Millionen US-Dollar teure Lithium-Sulfat-Anlage an seiner Bikita-Mine in Simbabwe zu errichten.
(Bericht von Chris Takudzwa Muronzi, Redaktion: Nelson Banya und Lincoln Feast.)