(Alliance News) – Brendan Nelson wurde zum Vorsitzenden der HSBC Holdings PLC ernannt, wie das Bankunternehmen mitteilte.

Nelson, der zuvor bei KPMG tätig war und auch im Vorstand von BP PLC und der Royal Bank of Scotland fungierte, trat 2023 in den Vorstand von HSBC ein und war seit Oktober dieses Jahres als interimistischer Vorsitzender tätig.

Die Bank erklärte, Nelson sei nach einem „umfassenden Verfahren, bei dem sowohl interne als auch externe Kandidaten berücksichtigt wurden”, ernannt worden.

Der bisherige Vorsitzende Mark Tucker trat Ende September zurück, um die gleiche Position bei dem in Hongkong ansässigen Versicherungsunternehmen AIA Group Ltd. zu übernehmen.

Im Mai wurde bekannt gegeben, dass Tucker bis Ende 2025 in den Ruhestand treten und damit seine achtjährige Amtszeit an der Spitze des Verwaltungsrats der Bank beenden werde.

Sein Ausscheiden erfolgte, nachdem AIA seine Ernennung zum nicht-geschäftsführenden Vorsitzenden am 1. Oktober bestätigt hatte – ein Schritt, mit dem er zu dem Konzern zurückkehrte, den er bis 2017 sieben Jahre lang als Vorstandsvorsitzender geleitet hatte.

Ann Godbehere, Senior Independent Director der HSBC, erklärte: „Im Namen des Vorstands freue ich mich sehr über die Ernennung von Brendan zum Vorsitzenden unserer Gruppe.

Seit seiner Übernahme der Rolle des interimistischen Konzernvorsitzenden hat Brendan seine hervorragenden Führungsqualitäten unter Beweis gestellt, die durch seine fundierten Kenntnisse im Bankwesen und in der Unternehmensführung untermauert werden.“

HSBC teilte mit, dass Nelson bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse für 2025 im Februar 2026 Vorsitzender des Prüfungsausschusses der Gruppe bleiben werde.

Das Unternehmen befindet sich derzeit in einer umfassenden Umstrukturierung, um bis Ende nächsten Jahres Kosten in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar einzusparen.

HSBC sah sich in den letzten Jahren auch zunehmendem Druck von einem seiner größten Aktionäre, dem chinesischen Versicherer Ping An, ausgesetzt, die Bank in zwei Teile zu spalten und ein separates Unternehmen mit Hauptsitz in Asien zu gründen.

Ein Plan zur Aufspaltung der Bank wurde im vergangenen Jahr von den Aktionären abgelehnt, aber die Ankündigung der Umstrukturierung löste zunächst Spekulationen aus, dass es letztendlich doch zu einer Aufspaltung kommen könnte.

Die HSBC-Aktien fielen am Mittwochnachmittag in Hongkong um 0,1 % auf 110,90 HKD. Am Dienstag hatten sie in London mit einem Plus von 0,9 % bei 1.089,20 Pence geschlossen.

Von Dave Clark, Press Association

Press Association: Finanzen

Quelle: PA

Copyright 2025 Alliance News Ltd. Alle Rechte vorbehalten.