Das belegen die vorgestern veröffentlichten Halbjahreszahlen: Der Umsatz legte um 7 % zu. Beim operativen Ergebnis spiegelt sich diese Dynamik allerdings kaum wider – hier stand lediglich ein Plus von 0,6 % zu Buche, belastet durch deutlich gestiegene Betriebsausgaben.
Ein wesentlicher Treiber ist die Eröffnung von dreizehn neuen Filialen, weniger eine Steigerung der flächenbereinigten Verkäufe. Dieses wichtige Maß allerdings stabilisiert sich langsam: Im ersten Halbjahr verzeichnete Home Depot ein Plus von 0,4 %, nach einem Einbruch im Vorjahreszeitraum.
CEO Edward Decker bestätigte die Erholung und bezeichnete das zweite Quartal als das beste seit zwei Jahren. Nach einem Nachfrageboom während der Pandemie war die Lage im Anschluss deutlich schwieriger geworden.
Über die vergangene Dekade konnte Home Depot Umsatz und operativen Gewinn verdoppeln. Die Dividendenausschüttungen haben sich verdreifacht, flankiert von massiven Aktienrückkäufen – bei einem durchschnittlichen Bewertungsniveau von rund dem 20-Fachen des Gewinns.
So wurde die Zahl der ausstehenden Aktien um ein Viertel reduziert. Der Gewinn je Aktie stieg von 5,5 US-Dollar im Jahr 2016 auf 15 US-Dollar im Jahr 2025, die Dividende von 2,5 auf 9,1 US-Dollar. Die Kursentwicklung spiegelt diese makellose Kapitalallokation wider.
Damit notiert Home Depot, traditionell als Gradmesser für die diskretionäre Konsumkraft in den USA betrachtet, wieder nahe seinen historischen Höchstbewertungen von dreißig Mal Gewinn – einem Niveau, an dem die Aktie in der Vergangenheit mehrfach gescheitert ist.



















