Der deutsche Leitindex hat jedoch eine gute Erklärung für seine im Vergleich zu anderen europäischen Indizes schwächere Performance: Er hat gerade elf Handelstage in Folge Zugewinne verzeichnet und ist zuletzt am 22. Dezember gefallen. In diesem Zeitraum legte er um 3,94% zu.

Der CAC 40 hingegen startete den Tag mit einem neuen historischen Höchststand von 8 396,72 Punkten. Der Leitindex der Pariser Börse steigt aktuell um 0,41% auf 8 381,43 Punkte.

Am Devisenmarkt zeigt sich der Euro gegenüber dem US-Dollar nahezu unverändert (+0,02%) und notiert bei 1,1647 Dollar.

Im Mittelpunkt des heutigen Tages stehen vor allem Nachrichten aus den USA, insbesondere mit mit Spannung erwarteten Unternehmenszahlen. Die Anleger richten ihr Augenmerk auf die Quartalsberichte mehrerer großer Banken wie Citigroup, Wells Fargo oder Bank of America.

Auch auf makroökonomischer Ebene lohnt sich heute der Blick in die Vereinigten Staaten, vor allem auf den Erzeugerpreisindex, einen wichtigen Bestandteil der Inflation, der entsprechend aufmerksam verfolgt wird. Zudem werden die Einzelhandelsumsätze sowie die Verkäufe bestehender Häuser veröffentlicht.

Bereits am frühen Morgen meldete China einen Handelsüberschuss von 114 Milliarden Dollar für den Dezember, was den Erwartungen der Analysten entspricht.
Die Marktteilnehmer werden zudem ein Auge auf den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten richten, der sich heute zur Verfassungsmäßigkeit der von der Regierung Trump verhängten Zölle äußern könnte.

Im Bereich der Mikroökonomie stehen in Europa insbesondere Unternehmen aus dem Gesundheitssektor im Fokus. In Frankreich sticht Abivax (+2,50%, auf 106,60 Euro) hervor, nachdem Stifel seine Kaufempfehlung bestätigt und das Kursziel angesichts von Spekulationen über das Interesse großer Pharmakonzerne deutlich von 100 auf 142 Euro angehoben hat. Ipsen (+4,63%, auf 133,40 Euro) profitiert von der Entscheidung der US-Gesundheitsbehörden, seinem Medikament IPN60340 die Bezeichnung „bahnbrechende Therapie“ für die Erstlinienbehandlung der nicht-geeigneten akuten myeloischen Leukämie zu verleihen.

Auch anderswo in Europa, weiterhin im Gesundheitssektor, rechnet der finnische Konzern Orion (+12,27%, auf 70,45 Euro) damit, dass sein Medikament Nubeqa langfristig jährliche Einnahmen von mehr als einer Milliarde Euro erzielen könnte und geht für 2026 von einem starken Wachstum aus, das fast ausschließlich von diesem Flaggschiff-Produkt getragen wird. Bayer (+3,01%, auf 40,12 Euro) gab bekannt, dass man für die Pharmasparte bis 2030 mit einer Marge von etwa 30% rechnet.
Im Minus steht der britische Verlag Pearson (-6,81%, auf 1 002,25 Pence), der für das Geschäftsjahr 2025 Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen meldete, seine Ziele jedoch leicht nach unten korrigierte. Air France-KLM (-4,08%, auf 10,81 Euro) wird von einer Analystenabstufung belastet.