Düsseldorf, 11. Mrz (Reuters) - Die Kaufunlust der Verbraucher, weltweite Krisen und der schwache Dollar machen dem Konsumgüterkonzern Henkel zu schaffen. Die Düsseldorfer verbuchten im vergangenen Jahr ein Umsatzminus und weniger operativen Gewinn. 2026 erwartet der Hersteller von Pritt und Persil leicht steigende Umsätze. Doch sieht der Konzern auch das laufende Jahr von Unsicherheiten geprägt. "Mit dem Ende Februar begonnenen Krieg im Nahen Osten haben die Unwägbarkeiten noch einmal deutlich zugenommen", sagte Konzernchef Carsten Knobel.
Im laufenden Jahr werde der organische Umsatz zwischen einem und drei Prozent zulegen - "auch wenn der Start in das Jahr voraussichtlich etwas verhaltener ausfallen wird", sagte der Manager. Die bereinigte Umsatzrendite (Ebit-Marge) werde in einer Bandbreite von 14,5 bis 16 Prozent liegen nach rund 14,8 Prozent im Vorjahr.
"Unser geschäftliches Umfeld war und ist von großen Herausforderungen gekennzeichnet, unter anderem durch militärische Konflikte, geopolitische Spannungen in vielen Teilen der Welt sowie weitreichende Zoll- und Handelsstreitigkeiten", beklagte Knobel. Im vergangenen Jahr hatte der stark in den USA engagierte Konzern auch durch negative Wechselkurseffekte ein Umsatzminus auf 20,5 (Vorjahr: 21,6) Milliarden Euro verbucht, die bereinigte Ebit-Marge erhöhte sich um 50 Basispunkte auf 14,8 Prozent. Das bereinigte betriebliche Ergebnis (bereinigtes Ebit) lag dagegen aufgrund deutlich negativer Wechselkurseffekte etwa durch den schwachen Dollar mit drei Milliarden Euro unter dem Vorjahresniveau. Die Dividende für 2025 steigt auf 2,07 (Vorjahr: 2,04) Euro je Vorzugsaktie, ein Plus von 1,5 Prozent. Analysten hatten einer Vara-Umfrage zufolge im Mittel einen Umsatz von rund 20,6 Milliarden Euro erwartet, das bereinigte Ebit sahen sie bei drei Milliarden Euro. Bei der Dividende rechneten sie mit 2,11 Euro je Vorzugsaktie.
Konkurrent Beiersdorf litt im vergangenen Jahr vor allem bei der Kernmarke Nivea ebenfalls unter der Konsumschwäche, 2026 erwartet der Konzern kaum noch Wachstum. Im laufenden Jahr rechnen die Hamburger mit einer "flachen bis leicht wachsenden organischen Umsatzentwicklung". Die operative Ebit-Marge aus dem laufenden Geschäft wird ohne Sondereffekte leicht unter Vorjahresniveau erwartet.
(Bericht von Matthias Inverardi, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bittean unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



















