Hedgefonds erzielten im Januar positive Renditen, begünstigt durch die Wellen der Marktvolatilität, die aus militärischen Aktionen der USA in Venezuela, Fragen zur Unabhängigkeit der Federal Reserve sowie einer Kältewelle resultierten, welche die Erdgas-Futures stark ansteigen ließ.

Die Performance stieg weltweit im Januar um 2,2%, wie aus einer Kundenmitteilung von JPMorgan vom Montag hervorgeht, die Reuters am Mittwoch vorlag.

Zum Vergleich: Im Vorjahr betrugen die Renditen 2,5%, als Hedgefonds von stark frequentierten Positionen in US-Aktien profitierten und es schafften, sich dem heftigen Ausverkauf zu entziehen, der durch den Aufstieg des chinesischen KI-Modells DeepSeek ausgelöst wurde.

Aktienselektionäre, die Long- und Short-Positionen in globalen Aktien handelten, erzielten einen Gewinn von 2,7%, während Hedgefonds, die viele verschiedene Strategien unter einem Dach vereinen, zwischen 1,6 und 3,2% Rendite erwirtschafteten. Quantitative Hedgefonds lagen laut der Mitteilung aggregiert vermutlich rund 1% im Minus. 

Die USA nahmen den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro am 3. Januar fest; anschließend einigten sich beide Länder auf ein Abkommen über die Ausfuhr von venezolanischem Rohöl im Wert von bis zu 2 Milliarden US-Dollar in die Vereinigten Staaten. 

Anleger setzten verstärkt auf höhere langfristige US-Staatsanleihenrenditen und eine steilere Zinskurve, nachdem Kevin Warsh als künftiger Fed-Vorsitzender und Favorit von US-Präsident Donald Trump für die Leitung der Notenbank bekanntgegeben wurde. 

Unabhängig davon schossen die Erdgas-Futures zwischen dem 20. und 28. Januar um 140% in die Höhe, da die extreme Kälte in den USA die Heiznachfrage auf nahezu Rekordniveau steigen ließ.

Dies bot Hedgefonds zahlreiche Handelsmöglichkeiten. Einige der größten Multi-Strategie-Fonds wie Balyasny, Citadel und Point72 erzielten Renditen zwischen 1% und 3%. Citadel und Point72 wollten sich zu den Zahlen nicht äußern.