Hasbro hat am Mittwoch seine Jahresumsatzprognose angehoben, da der Spielwarenhersteller auf die anhaltende Stärke der ,,Magic: The Gathering"-Spiele und auf Kostensenkungsmaßnahmen setzt, um die Auswirkungen der zunehmenden wirtschaftlichen und tariflichen Unsicherheiten abzufedern.

Während Hasbro von einem stetigen Wachstum in Bereichen wie Digital Gaming profitiert, bleiben das Unternehmen und sein Wettbewerber Mattel anfällig für die volatilen Zollentwicklungen, da ein erheblicher Teil ihrer US-Waren aus China bezogen wird.

Um möglichen Kostensteigerungen durch Zölle entgegenzuwirken, hat Hasbro Stellenstreichungen angekündigt und versucht, seine Produktions- und Logistikstandorte zu diversifizieren, da das Unternehmen derzeit fast die Hälfte seiner Waren aus China importiert. Bis 2027 soll dieser Anteil auf etwa 40% gesenkt werden.

Der Umsatz im Konsumgütergeschäft des Unternehmens, zu dem auch die Belieferung von Einzelhändlern zählt, sank um 16%. Hasbro erklärte, dass US-Kunden ihre Bestellungen aufgrund der Zollunsicherheit vom zweiten Quartal auf die zweite Jahreshälfte verschoben hätten.

Die Aktien des Monopoly-Herstellers, die in diesem Jahr bereits um fast 40% gestiegen sind, verloren rund 2% an Wert.

Dennoch teilte Hasbro mit, dass die erwarteten Mehrkosten durch Zölle bei etwa 60 Millionen US-Dollar liegen würden - weniger als zuvor angenommen -, da nun ein ,,günstigerer" Satz zugrunde gelegt werde.

Im Mai hatte die US-Regierung angekündigt, die im April dieses Jahres auf chinesische Importe erhobenen Zusatz-Zölle für die nächsten 90 Tage von 145% auf 30% zu senken.

Hasbro erwartet nun, dass der Jahresumsatz währungsbereinigt im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen wird. Zuvor hatte das Unternehmen nur einen leichten Anstieg prognostiziert.

Im zweiten Quartal stieg der Umsatz im Segment ,,Wizards of the Coast" und Digital Gaming um 16%, angetrieben durch die Dynamik von ,,Magic: The Gathering", dessen Umsatz dank Wachstum im Bereich Tabletop um 23% zulegte.

,,Hasbro findet in einem schwierigen Umfeld seinen Halt und legt gleichzeitig das Fundament für langfristiges Wachstum", sagte eMarketer-Analyst Zak Stambor.

Nach Bereinigung um eine Wertberichtigung von 1 Milliarde US-Dollar im Zusammenhang mit dem Konsumgütergeschäft im zweiten Quartal erzielte Hasbro einen Gewinn von 1,30 US-Dollar je Aktie - deutlich über den Markterwartungen von 78 Cent laut Schätzungen von LSEG.

Hasbro erzielte im Quartal bis zum 29. Juni einen Nettoumsatz von 980,8 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Prognosen von 880 Millionen US-Dollar.