Mehrere Großaktionäre des britischen Prüfkonzerns Intertek fordern das Unternehmen auf, nach dem jüngsten Übernahmeangebot Verhandlungen mit der Private-Equity-Gesellschaft EQT aufzunehmen. Dies berichtet Bloomberg News unter Berufung auf informierte Kreise.

Die kanadische PineStone Asset Management, die rund 4 Prozent an Intertek hält, soll den Vorstand kürzlich dazu gedrängt haben, in einen Dialog mit EQT zu treten. Auch andere bedeutende Anteilseigner hätten demnach Druck ausgeübt, nachdem Intertek mehrere Offerten zurückgewiesen hatte und stattdessen weiterhin eine mögliche Aufspaltung des Konzerns prüft.

EQT hatte sein Gebot in dieser Woche auf 58 Pfund pro Aktie erhöht, was einem Gesamtwert von rund 8,9 Milliarden Pfund bzw. 12 Milliarden Dollar entspricht. Intertek lehnte das Angebot am Freitag mit der Begründung ab, es unterbewerte das Unternehmen und berge erhebliche Umsetzungsrisiken.

Einigen Großaktionären zufolge liegt das Gebot jedoch nahe an einem Niveau, das eine Transaktion ermöglichen könnte. Sie hoffen auf eine Nachbesserung auf etwa 60 Pfund pro Aktie oder mehr.

Intertek teilte unterdessen mit, dass die strategische Überprufung auf ein ermutigendes Interesse an der Sparte Intertek Energy & Infrastructure gestoßen sei.