(Alliance News) - Die weltweit größten Banken haben einer Analyse zufolge ihre Finanzierungen für fossile Brennstoffe im Jahr 2025 insgesamt um 8% erhöht.

Die 65 führenden Kreditinstitute – darunter Barclays PLC, HSBC Holdings PLC, NatWest Group PLC und Lloyds Banking Group PLC – verpflichteten sich zu Investitionen in Höhe von 906 Mrd. USD, wie aus dem 17. Jahresbericht 'Banking on Climate Chaos' hervorgeht.

Obwohl 26 dieser Banken ihre Finanzierung fossiler Brennstoffe im Jahr 2025 reduzierten, bedeutete dies insgesamt dennoch einen Anstieg um 8% gegenüber 869 Mrd. USD im Jahr 2024.

Die Ergebnisse folgen auf eine Untersuchung einer Koalition aus Forschungs- und Kampagnengruppen, darunter das Rainforest Action Network und Reclaim Finance, welche die Kreditvergabe und das Underwriting der Banken für rund 2.900 im fossilen Sektor tätige Unternehmen analysierten.

Dabei wurden Daten aus Quellen wie Bloomberg, IJGlobal, Dealogic, Urgewalds 'Global Oil and Gas Exit List', 'Global Coal Exit List', 'Metallurgical Coal Exit List' sowie der London Stock Exchange Group ausgewertet.

Seit dem UN-Klimaabkommen von Paris im Jahr 2015 – einer internationalen Vereinbarung zur Begrenzung des Temperaturanstiegs – haben Banken laut den Forschern 8,7 Billionen USD in Öl-, Gas- und Kohleprojekte investiert.

Dies geschieht, obwohl die Internationale Energieagentur (IEA) betont, dass keine neuen fossilen Projekte über bestehende Felder hinaus entwickelt werden dürfen, wenn die Welt die schlimmsten Auswirkungen der globalen Erwärmung begrenzen will.

Der Analyse zufolge stellten die 65 Banken im Jahr 2025 jedoch gemeinsam 508 Mrd. USD für Unternehmen bereit, um den Ausbau fossiler Brennstoffe voranzutreiben, was einem Rekordanstieg von 27% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Der Zuwachs im vergangenen Jahr festigt den Richtungswechsel bei der globalen Finanzierung fossiler Brennstoffe, der bereits 2024 eingesetzt hatte. Damals stiegen die Investitionen zum ersten Mal seit drei Jahren wieder an, nachdem sie seit 2021 stetig gesunken waren.

Viele Kreditinstitute haben ihre Klimaziele abgeschwächt und sind nach der Wiederwahl von Donald Trump zum US-Präsidenten vor zwei Jahren aus der Net Zero Banking Alliance, der wichtigsten Klimagruppe des Sektors, ausgetreten.

JPMorgan Chase & Co bleibt der weltweit größte Finanzierer fossiler Brennstoffe und stellte entsprechenden Unternehmen im Jahr 2025 58 Mrd. USD zur Verfügung, ein Plus von 13% gegenüber 2024, gefolgt von der Bank of America Corp und der japanischen Mitsubishi UFJ Financial Group Inc.

Die zwölf größten Geldgeber für fossile Brennstoffe decken mittlerweile fast 40% der gesamten weltweiten Bankenfinanzierung in diesem Bereich ab, an der insgesamt rund 2.000 Banken beteiligt sind, so der Bericht.

Unter den britischen Banken erwies sich Barclays im vergangenen Jahr mit Zusagen in Höhe von 34 Mrd. USD als größter inländischer Finanzierer fossiler Brennstoffe und belegte weltweit den achten Platz.

Es folgten HSBC mit 16 Mrd. USD (weltweit Platz 25), NatWest mit 2,5 Mrd. USD und Lloyds mit 1,7 Mrd. USD.

Während Barclays seine Finanzierung im vergangenen Jahr um 5% senkte, stellten HSBC und Standard Chartered PLC deutlich mehr Mittel bereit, mit einem Anstieg von 16% bzw. 28% im Jahr 2025, so der Bericht.

Der Bericht argumentiert, dass der Anstieg der Finanzierungen die begrenzte Wirkung der freiwilligen Klimaverpflichtungen des Sektors verdeutlicht und zeigt, dass strengere staatliche Regeln erforderlich sind, um Kapitalströme aus umweltschädlichen Industrien abzuziehen.

Von den 15 nordamerikanischen Banken im Bericht haben 12 mittlerweile keine nennenswerten Verpflichtungen im Bereich fossiler Brennstoffe mehr.

Niko Lusiani, Forschungsdirektor beim Rainforest Action Network und Mitautor der Studie, sagte: 'Ein Jahrzehnt nach Paris treiben nur 12 Banken mehr als ein Drittel der weltweiten Finanzierung fossiler Brennstoffe voran — ein Beweis dafür, dass dies kein Marktproblem mehr ist, sondern auf den aktiven Entscheidungen eines kleinen Kreises von Entscheidungsträgern beruht.'

'Sie entscheiden sich dafür, ein Energiesystem zu zementieren, das einigen wenigen fossilen Unternehmen Rekordgewinne beschert, während die Kosten auf drei von vier Menschen weltweit abgewälzt werden, die auf importierte Brennstoffe angewiesen sind.'

'Die gute Nachricht ist: Was eine Handvoll Banken aufgebaut hat, haben Regierungen und Menschen weltweit die Macht zu ändern.'

Mitautor Diogo Silva, Kampagnenleiter bei BankTrack, ergänzte: 'Banken sagen uns immer wieder, dass sie sich dem Klimaschutz verpflichtet fühlen.'

'Dann geben sie ihre eigenen Richtlinien auf, sobald der politische Druck steigt. Freiwillige Zusagen hatten ihre Chance. Wir brauchen verbindliche Regeln — keine Versprechen.'

Die Press Association hat UK Finance und die relevanten Banken um eine Stellungnahme gebeten.

Quelle: PA

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