Die Alphabet-Tochter Google und Blackstone gaben am Montag die Gründung eines Joint Ventures im Bereich KI-Cloud bekannt. Ziel ist es, von der immensen Nachfrage nach Rechenkapazitäten für künstliche Intelligenz zu profitieren.

Blackstone, der weltweit größte Verwalter alternativer Vermögenswerte, wird zunächst 5 Milliarden Dollar an Eigenkapital investieren, um bis 2027 eine Rechenzentrumskapazität von 500 Megawatt in Betrieb zu nehmen. Ein weiterer Ausbau ist im Zeitverlauf geplant.

Das in den USA ansässige Unternehmen wird Rechenzentrumskapazitäten in Kombination mit Googles spezialisierten KI-Chips, den sogenannten Tensor Processing Units (TPUs), im Rahmen eines Compute-as-a-Service-Modells anbieten.

Laut Bloomberg News könnte der Gesamtwert der Investitionen unter Berücksichtigung von Fremdkapital bis zu 25 Milliarden Dollar erreichen.

Beide Unternehmen reagierten nicht unmittelbar auf Anfragen für eine Stellungnahme zum Bloomberg-Bericht.

Blackstone hat Benjamin Sloss, einen langjährigen Google-Manager, zum CEO des neuen Unternehmens ernannt.

Thomas Kurian, CEO von Google Cloud, erklärte, das Vorhaben werde dazu beitragen, die wachsende Nachfrage nach TPUs zu bedienen, indem Organisationen zusätzliche Wege für den Zugriff auf Rechenleistung eröffnet werden.

Analysten und Investoren zufolge sichert sich Google einen beachtlichen Anteil an der neuen, KI-getriebenen Nachfrage. Dies werde durch eigene Business-Tools und spezialisierte Chips unterstützt, die Kunden wie Anthropic angezogen haben.

'Dies ist zwar nicht die höchste Summe, die wir bisher in den Schlagzeilen gesehen haben, aber es handelt sich um eine qualitativ hochwertige Wette auf nachhaltiges Wachstum in der KI-Infrastruktur', sagte Brittain Ladd, Berater für KI und Lieferketten bei Chang Robotics in Florida.

BLACKSTONE FORCIERT KI-INVESTITIONEN

Blackstone hat seine Investitionen in KI-bezogene Infrastruktur, einschließlich Rechenzentren sowie Anlagen zur Energieerzeugung und -übertragung, massiv ausgeweitet.

Diese Investitionen gewinnen an Bedeutung, da der KI-Boom die Betreiber dazu zwingt, sich langfristige Energieversorgungsverträge zu sichern.

Die neue Partnerschaft spiegele die steigende Nachfrage nach KI-Infrastruktur und die Notwendigkeit eines großangelegten Kapitaleinsatzes wider, so Blackstone-Präsident Jon Gray.

Es wird erwartet, dass die Ausgaben der Big-Tech-Konzerne für KI-Infrastruktur, einschließlich Rechenzentren, im Jahr 2026 die Marke von 700 Milliarden Dollar überschreiten werden.