Die EU-Regulierungsbehörden gewähren der Alphabet-Tochter Google eine Fristverlängerung, um bestehende Bedenken auszuräumen, nachdem ein früherer Vorschlag des Unternehmens als unzureichend eingestuft wurde, teilte die Europäische Kommission am Freitag mit.

'Google steht im Austausch mit der Kommission, um sich zu verteidigen und eine Lösung anzubieten, die die im Verfahren und in den vorläufigen Feststellungen geäußerten Bedenken tatsächlich ausräumt', erklärte Kommissionssprecher Thomas Regnier auf einer täglichen Pressekonferenz.

'Fakt ist derzeit, dass diese Lösung schlichtweg nicht weitreichend genug ist. Daher geben wir Google etwas mehr Zeit für den weiteren Dialog mit der Kommission, um eine Lösung vorzulegen, die den Bedenken im Interesse der europäischen Unternehmen und Bürger wirklich Rechnung trägt', sagte er.

Die Kommission, die als Wettbewerbshüterin der Europäischen Union fungiert, wirft Google einen Verstoß gegen das Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act) vor, das die Macht der großen Tech-Konzerne einschränken soll. Die Behörde arbeitet derzeit an der Finalisierung ihrer Entscheidung, die eine Geldstrafe gegen Google beinhalten könnte.