Die Goldpreise stabilisierten sich am Donnerstag, nachdem sie zuvor ein Tagestief von 1% markiert hatten. Während die Ölpreise aufgrund der Ungewissheit über ein Ende des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran nachgaben, stützten ein schwächerer Dollar und sinkende Renditen das Edelmetall.

Der Spot-Goldpreis notierte um 02:04 Uhr ET (18:04 GMT) mit einem Plus von 0,1% bei 4.547,54 Dollar pro Unze, nachdem er im frühen Sitzungsverlauf um bis zu 1% eingebrochen war.

Die US-Gold-Futures für die Juni-Lieferung schlossen 0,1% niedriger bei 4.542,50 Dollar.

Die Ölpreise zeigten sich in einer volatilen Handelssitzung schwankungsanfällig und tendierten aufgrund der unsicheren Aussichten auf eine Beilegung des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran schwächer. [O/R]

'Sinkende Ölpreise und ein US-Dollar, der sich von seinem Sechswochenhoch zurückzieht, sollten dem Goldpreis kurzfristig zugutekommen, was sich bereits in der aktuellen Festigung widerspiegelt. Ich erwarte jedoch, dass der Handel zunächst vorsichtig bleiben wird, da wir bereits erlebt haben, wie Abkommen scheiterten', sagte Peter Grant, Vizepräsident und leitender Metallstratege bei Zaner Metals.

Das gelbe Metall hat seit Beginn des Krieges Ende Februar mehr als 14% an Wert verloren. Der Konflikt hat den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus unterbrochen, was die Energiepreise in die Höhe trieb und Inflationssorgen schürte.

Der Dollar gab seine früheren Gewinne teilweise wieder ab, was in Greenback denominiertes Gold für Halter anderer Währungen verbilligte. Gleichzeitig sanken die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 0,2%, was die Opportunitätskosten für das Halten unverzinster Edelmetalle verringerte. [USD/] [US/]

'Steigende Ölpreise, welche die Inflation anheizen, setzen die Zentralbanken unter Druck, die Zinsen unverändert zu lassen oder potenziell sogar anzuheben. Dies bleibt somit kurzfristig ein Belastungsfaktor für Gold', fügte UBS-Analyst Giovanni Staunovo hinzu.

Obwohl Gold als Absicherung gegen Inflation gilt, hat es in Phasen erhöhter Zinssätze tendenziell einen schweren Stand.

Händler sehen laut dem FedWatch-Tool der CME nun eine Wahrscheinlichkeit von 58% für mindestens eine Zinserhöhung der US-Notenbank um 25 Basispunkte in diesem Jahr, verglichen mit 48% am Vortag. [FEDWATCH]

Spot-Silber stieg um 0,9% auf 76,63 Dollar pro Unze, Platin gewann 0,6% auf 1.962 Dollar und Palladium legte um 1,1% auf 1.384,50 Dollar zu.