Der Spot-Goldpreis notierte um 11:56 Uhr GMT mit einem Plus von 0,3 % bei 4.340,31 Dollar pro Unze. In der vorangegangenen Sitzung war das Edelmetall auf den niedrigsten Stand seit dem 23. März gefallen.
Die US-Gold-Futures für die August-Lieferung zeigten sich unverändert bei 4.364,90 Dollar.
'Gold stabilisierte sich nach einem zweitägigen Einbruch, bei dem die Preise unter wichtige technische Unterstützungsmarken fielen... Die steigenden Erwartungen weiterer US-Zinserhöhungen schaffen jedoch weiterhin ein schwieriges Umfeld für das Edelmetall', sagte Ole Hansen, Analyst bei der Saxo Bank.
Die Ölpreise gaben nach, nachdem der Iran und Israel erklärten, ihre gegenseitigen Angriffe nach einem Appell von US-Präsident Donald Trump eingestellt zu haben. [O/R]
Erhöhte Rohölpreise schüren Inflationsrisiken und erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit steigender Zinssätze.
Obwohl Gold gemeinhin als Absicherung gegen Inflation gilt, verliert es als unverzinstes Asset in einem Hochzinsumfeld tendenziell an Attraktivität.
Anleger warten nun auf die US-Verbraucherpreisdaten (CPI) für Mai am Mittwoch sowie auf die Erzeugerpreisdaten (PPI) am Donnerstag. Diese sollen Aufschluss über die nächsten Schritte der Federal Reserve geben, nachdem ein robuster Arbeitsmarktbericht in der vergangenen Woche die Wetten auf eine Zinserhöhung in diesem Jahr angeheizt hat.
'Der morgige US-Verbraucherpreisindex, der voraussichtlich zum ersten Mal seit fast drei Jahren die 4 %-Marke überschreiten wird, und ganz sicher die FOMC-Sitzung am 17. Juni bleiben entscheidend, da der Markt auf die Kommentare und Absichten des neuen Fed-Vorsitzenden wartet', so Hansen weiter.
Händler preisen laut dem CME FedWatch Tool derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 68 % für eine Zinserhöhung der Fed im Dezember ein. [FEDWATCH]
Der Spot-Goldpreis schloss am Freitag zum ersten Mal seit Oktober 2023 unter seinem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt und notiert seither aufgrund der Zinssorgen unter diesem Niveau.
'Der Durchbruch unter den 200-Tage-Durchschnitt wird weithin als negatives technisches Signal gewertet, das auf weiteres Abwärtspotenzial auf kurze Sicht hindeutet', schrieben die Analysten der Citi in einer Notiz am Montag.
Silber verteuerte sich auf Spot-Basis um 0,6 % auf 68,56 Dollar pro Unze, Platin gewann 0,9 % auf 1.769,83 Dollar, während Palladium um 2,9 % auf 1.238,66 Dollar stieg.




















