Globale Aktienfonds haben in der Woche bis zum 13. Mai zum achten Mal in Folge Zuflüsse verzeichnet. Anleger setzten dabei auf die KI-getriebene Rally bei Technologieaktien, beflügelt durch Optimismus über starke Ergebnisse der Chiphersteller, und ließen Inflationssorgen außen vor.

Nach Daten von LSEG Lipper erwarben sie netto globale Aktienfonds im Wert von 39,15 Milliarden Dollar. Dies stellt den größten wöchentlichen Nettokauf seit den Zuflüssen von 48,55 Milliarden Dollar in der Woche zum 22. April dar.

Der MSCI World Index erreichte am Donnerstag ein Rekordhoch von 1.117,52 Punkten, da Tech-Werte ihre Rally fortsetzten. Zuvor hatten Advanced Micro Devices und Microchip Technology in der vergangenen Woche eine starke Nachfrage nach Rechenzentrumschips prognostiziert.

LSEG-Daten zu 900 Titeln des MSCI World zeigten, dass rund 72% der Unternehmen die durchschnittlichen Gewinnschätzungen der Analysten für das erste Quartal übertroffen haben.

US-Aktienfonds verzeichneten wöchentliche Zuflüsse von 22,37 Milliarden Dollar, was eine Kehrtwende zu den Nettoabflüssen von 2,89 Milliarden Dollar aus der Vorwoche bedeutete. Auch asiatische und europäische Fonds verzeichneten wöchentliche Nettozugänge in Höhe von 7,62 Milliarden Dollar bzw. 6,29 Milliarden Dollar.

Der Technologiesektor zog Rekordsummen von 10,65 Milliarden Dollar an. Die Sektoren Metalle und Bergbau sowie Industrie verzeichneten ebenfalls Nettokäufe von 1,03 Milliarden Dollar bzw. 886 Millionen Dollar.

Globale Rentenfonds zogen 25,76 Milliarden Dollar an, der höchste Betrag innerhalb einer Woche seit Anfang Oktober 2025.

Kurzläufer-Fonds, auf Euro lautende Rentenfonds und Unternehmensanleihenfonds führten die Käufe mit Nettozuflüssen von 2,93 Milliarden Dollar, 2,83 Milliarden Dollar bzw. 2,47 Milliarden Dollar an.

Geldmarktfonds verzeichneten unterdessen Nettoabhebungen in Höhe von 9,2 Milliarden Dollar, nachdem in der Vorwoche noch Nettokäufe von 149,98 Milliarden Dollar getätigt worden waren.

Fonds für Gold und andere Edelmetalle erlebten nach zwei Wochen mit Nettoverkäufen eine Wiederbelebung der Nachfrage, wobei Anleger 1,77 Milliarden Dollar in diese Fonds investierten.

In den Schwellenländern blieben Aktienfonds die dritte Woche in Folge mit einem Nettoabfluss von 3,18 Milliarden Dollar in der Gunst der Anleger hintenan. Rentenfonds verzeichneten jedoch laut Daten von 28.893 Fonds den sechsten wöchentlichen Zufluss in Höhe von 2,19 Milliarden Dollar.