Die Porsche SE, die Holdinggesellschaft der Autodynastie Porsche-Piech und größter Investor von Volkswagen, verbuchte für den Zeitraum Januar bis März einen Rückgang des bereinigten Nachsteuergewinns um 21 % auf 382 Millionen Euro (469 Millionen Dollar).
Das unbereinigte Ergebnis nach Steuern der Porsche SE belief sich auf einen Verlust von 923 Millionen Euro, was auf eine nicht zahlungswirksame Abschreibung in Höhe von 1,3 Milliarden Euro auf ihre Volkswagen-Beteiligung zurückzuführen ist, nachdem im Vorjahr bereits ein Verlust von 1,1 Milliarden Euro verzeichnet worden war.
Die Porsche SE setzt verstärkt auf Investitionen in den Bereichen Verteidigung und künstliche Intelligenz, da ihre Kernbeteiligungen im Automobilsektor unter sinkenden Gewinnen in einem globalen Markt leiden, der durch Zölle, chinesische Konkurrenz und einen schwierigen Übergang zur Elektromobilität unter Beschuss geraten ist.
Solche Investitionen machen noch immer einen kleinen Teil des Portfolios der Porsche SE aus, die angab, im ersten Quartal Erlöse in Höhe von 60 Millionen Euro aus dem Verkauf ihrer Beteiligung am Halbleiter-Startup Celestial AI erzielt zu haben.
DRUCK AUF 'NEUAUSRICHTUNG'
Die Ergebnisse der Porsche SE lagen im Rahmen der Erwartungen, erklärte der Vorstandsvorsitzende Hans Dieter Pötsch in einer Mitteilung.
'Gleichzeitig müssen die Geschäftsmodelle, die unseren Kernbeteiligungen lange Zeit gute Dienste geleistet haben, nun neu ausgerichtet werden', fügte Pötsch mit Blick auf Volkswagen und deren Tochtergesellschaft Porsche AG hinzu.
Die Porsche SE hält 31,9 % der Volkswagen-Aktien und 53,3 % der Stimmrechte sowie 12,5 % am Sportwagenhersteller Porsche AG.
Pötsch hat zuvor das Bekenntnis der Porsche SE zu Volkswagen bekräftigt, den Konzern jedoch dazu gedrängt, Einsparungen zu finden.
Volkswagen-Chef Oliver Blume hat versprochen, die Kostensenkungen über den laufenden Abbau von 50.000 Stellen hinaus weiter zu forcieren, wobei unterausgelastete Werke in Deutschland im Fokus stehen, trotz einer Vereinbarung mit den Gewerkschaften aus dem Jahr 2024, die Werkschließungen in diesem Jahrzehnt ausschließt.
($1 = 0,8522 Euro)




















