(Alliance News) - Nachdem die Angelegenheit Mediobanca vorerst abgeschlossen ist, richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf "Phase zwei": die Zukunft von Generali. Obwohl die operative Führung des Versicherers autonom bleibt, sorgt die Ungewissheit über die Kontrollstruktur – befeuert durch die unterschiedlichen Strategien von Delfin und Caltagirone – für Instabilitätsszenarien, wie "Il Sole 24 Ore" berichtet.
Am Markt wird über das Eingreifen eines finanzstarken "Weißen Ritters" spekuliert, um die italienische Identität des Konzerns abzusichern. Als Hauptverdächtige gelten UniCredit und Intesa Sanpaolo. Für Letztere würde die Übernahme des 13-prozentigen Anteils, den derzeit Mediobanca hält, einen Internationalisierungsschub bedeuten. Dies stünde im Einklang mit den Forderungen der EZB nach grenzüberschreitender Wettbewerbsfähigkeit, ohne dabei auf nennenswerte kartellrechtliche Hürden zu stoßen.
"Die Beteiligung an Generali ist ein 'Nice-to-have'", bekräftigte Luigi Lovaglio, der an die Spitze von MPS zurückgekehrt ist, wenngleich das Verhältnis zu CEO Philippe Donnet als unterkühlt gilt. Es bleibt abzuwarten, ob die Piazzetta Cuccia die Integration beschleunigen wird, um eine Marktsuggestion in eine komplexe Systemoperation zur Neugestaltung der italienischen Finanzelite zu verwandeln.
Von Michele Cirulli, Alliance News Reporter
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