(Alliance News) - Generali steht kurz davor, die Position des Generaldirektors wieder einzuführen und schlägt dem heutigen Verwaltungsrat Giulio Terzariol, derzeit CEO des Versicherungsgeschäfts, zur Ernennung vor, wie die Corriere della Sera am Mittwoch berichtet.

Diese Ernennung stellt die erste Maßnahme von CEO Philippe Donnet nach dem Kontrollwechsel bei Mediobanca dar und wird von einigen Beobachtern auch als Schritt in Richtung Nachfolgeregelung gesehen, um Kontinuität im Management zu gewährleisten.

Der im vergangenen Frühjahr erneuerte Verwaltungsrat bleibt stabil, obwohl Banca Monte dei Paschi durch ihre Beteiligung an Mediobanca, die 13,2 % an Generali hält, zu den wichtigsten Aktionären zählt. Siena strebt an, einen eigenen Vertreter im Gremium zu platzieren, in Abstimmung mit Präsident Andrea Sironi, um die Vorteile des sogenannten Danish Compromise bei bankversicherungsbezogenen Beteiligungen zu wahren. Die vorherige Mediobanca-Geschäftsführung hatte für diese Position Clemente Rebecchini vorgesehen.

Die neuen Aktionäre, darunter Caltagirone und Delfin, könnten eine umfassendere Neustrukturierung des Verwaltungsrats fordern, aktuell sind jedoch keine Kooptationen geplant. Donnet soll die Führungsspitze von Mediobanca nach der morgigen Veröffentlichung der Neunmonatszahlen treffen.

Der Vorschlag zu Terzariol, der bereits vom Nominierungsausschuss genehmigt wurde, sieht eine Erweiterung der Befugnisse als Leiter des gesamten Versicherungsgeschäfts vor. Der ehemalige Finanzdirektor von Allianz gilt als Schlüsselfigur für den Plan bis 2027 und die künftige Nachfolge an der Spitze. Die Entscheidung entspricht auch den Wünschen der Großaktionäre, insbesondere der Caltagirone-Gruppe, um die Macht des CEO auszugleichen.

Im heutigen Verwaltungsrat könnte auch das Natixis-Dossier behandelt werden, das eine mögliche Allianz zwischen Generali und der Pariser Bank BPCE zur Schaffung eines Asset-Management-Pols im Umfang von 1.900 Milliarden EUR betrifft. Donnet und die französische Führung werden die Perspektiven der Transaktion bis Dezember bewerten; eine Prüfung durch den Verwaltungsrat ist für Mitte Dezember vorgesehen.

Auf industrieller Ebene werden Generali und die Cassa Depositi e Prestiti einen Fonds für börsennotierte KMU auflegen, mit einem Zielvolumen von 200 Millionen EUR. Analysten schätzen für die ersten neun Monate des Konzerns ein Prämienvolumen von rund 71,6 Milliarden EUR, ein operatives Ergebnis nahe 6 Milliarden EUR und einen Nettogewinn zwischen 3,1 und 3,2 Milliarden EUR, während die Marktkapitalisierung an der Börse 52 Milliarden EUR erreicht hat.

Von Antonio Di Giorgio, Alliance News Reporter

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