Kunden mit geringerem Einkommen greifen verstärkt zu preisgünstigen Marken und Handelsmarken, da die Erschwinglichkeit abnimmt. Das schmälert die Umsätze jener Unternehmen, die in den vergangenen Jahren versucht haben, ihre Margen durch Preiserhöhungen zu schützen.
"Lebenshaltungs- und Wohnkosten belasten die Haushalte und verändern die Ausgabengewohnheiten. Wertorientierung ist zu einer zentralen Erwartung geworden, die bleiben wird", sagte CEO Jeffrey Harmening auf der Consumer Analyst Group of New York Konferenz.
Die Aktien des Cheerios-Herstellers, der seine Jahresprognose im Dezember noch unverändert gelassen hatte, rutschten um 7% ab. In den vergangenen 12 Monaten sind sie um nahezu 19% gefallen.
Auch die Lebensmittelindustrie im Allgemeinen befindet sich im Wandel, um sich an neue Ernährungsgewohnheiten anzupassen. Diese werden durch die rasche Verbreitung von GLP-1-Gewichtsverlustmedikamenten beschleunigt.
Führungskräfte von General Mills erklärten, dass das Müsli-Geschäft, die zweitgrößte Umsatzquelle, einem harten Wettbewerb durch proteinbasierte Frühstücksprodukte gegenübersteht.
Die Aussagen sorgten für weiter sinkende Kurse bei Konsumgüteraktien: Campbell's verlor 7,5%, Kraft Heinz und McCormick jeweils 4%, während J.M. Smucker 3,5% einbüßte.
General Mills gab bekannt, die Innovationen rund um proteinzentrierte Produkte zu verstärken. Neue Produkte sollen im Geschäftsjahr 2026 etwa 25% des Nettoumsatzes ausmachen.
Bereits Anfang dieses Monats hatte PepsiCo die Preise für Kernmarken wie Lay's und Doritos um bis zu 15% gesenkt, nachdem Verbraucher auf frühere Preiserhöhungen mit Ablehnung reagiert hatten. Kraft Heinz setzte unterdessen seine Aufspaltungspläne aus und prognostizierte einen schwachen Jahresgewinn, nachdem die Quartalsergebnisse wegen verhaltener Nachfrage hinter den Erwartungen geblieben waren.
"Trotz erster Fortschritte bei der Strategie von General Mills, das organische Wachstum wiederzubeleben, verschlechtert sich das Konsumumfeld weiter. Das führt zu rückläufigen Absatzmengen in den Kategorien und einem höheren Anteil von Werbeaktionen beim Einkauf", schrieb Morningstar-Analyst Kristoffer Inton in einer Notiz.
General Mills rechnet nun mit einem Rückgang des Jahresumsatzes um 1,5% bis 2%, nachdem zuvor ein Rückgang von 1% bis hin zu einem Anstieg von 1% erwartet worden war.
Außerdem prognostiziert das Unternehmen, dass das bereinigte operative Ergebnis und das bereinigte Ergebnis je Aktie im Jahresvergleich bei konstanten Wechselkursen um 16% bis 20% sinken werden. Zuvor war ein Rückgang von 10% bis 15% angenommen worden.



















