(Alliance News) - Die Londoner Aktienmärkte dürften am Montag schwächer in den Handel starten, da die Hoffnungen auf ein Friedensabkommen im Nahen Osten schwanden, nachdem die USA das Feuer auf ein iranisches Schiff eröffnet hatten.
Laut IG deuten die Futures darauf hin, dass der FTSE 100 am Montag um 48,9 Punkte oder 0,5% niedriger bei 10.618,73 Punkten eröffnen wird. Der Blue-Chip-Index hatte am Freitag mit einem Plus von 77,64 Punkten oder 0,7% bei 10.667,63 Punkten geschlossen.
Das Britische Pfund notierte am Montagmorgen bei 1,3488 USD, nach 1,3556 USD zum Handelsschluss der Londoner Börse am Freitag. Gegenüber dem Euro zeigte sich das Pfund mit 1,1480 EUR nach 1,1481 EUR nahezu unverändert.
Der Euro gab von 1,1805 USD auf 1,1749 USD nach. Gegenüber dem Yen legte der Dollar zu und notierte bei 158,99 JPY im Vergleich zu 158,08 JPY.
Iran plane keine Teilnahme an Gesprächen mit den USA, berichtete der staatliche Sender IRIB, nachdem US-Präsident Donald Trump Unterhändler nach Pakistan beordert hatte - nur wenige Tage vor Ablauf eines Waffenstillstands im Nahen Osten.
Die anhaltende US-Blockade iranischer Häfen stellt weiterhin einen wesentlichen Streitpunkt dar. Diese Problematik dürfte sich durch Trumps Ankündigung vom Sonntag weiter verschärfen, wonach ein amerikanischer Zerstörer ein iranisches Schiff, das Ausweichmanöver versuchte, unter Beschuss genommen und getroffen habe.
Die Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim hatten zuvor unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, dass "die allgemeine Atmosphäre nicht als sehr positiv bewertet werden kann".
Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA verwies unterdessen auf die Blockade sowie Washingtons "unvernünftige und unrealistische Forderungen" und erklärte, dass "unter diesen Umständen keine klare Aussicht auf fruchtbare Verhandlungen besteht".
Rohöl der Sorte Brent verteuerte sich am Montagmorgen auf 95,29 USD pro Barrel, verglichen mit 89,15 USD am Freitag.
Am Wochenende blieb die Straße von Hormus geschlossen, während Irans einflussreicher Parlamentssprecher signalisierte, dass ein endgültiges Friedensabkommen in "weiter Ferne" liege.
Michael Brown, Analyst bei Pepperstone, kommentierte: "Der Punkt, den wir hinterfragen müssen... ist meine bisherige Arbeitshypothese, dass keine der beiden Seiten eine aktive Re-Eskalation der Feindseligkeiten anstrebt. Dies ist nach den erneuten Angriffen auf die Handelsschifffahrt am Wochenende nun zweifelhaft."
"Dennoch würde ich wetten, dass Präsident Trumps Drohungen, Infrastruktur im Iran 'auszuschalten', einmal mehr ein Beispiel für das mittlerweile bekannte Verhandlungskalkül 'Eskalation zur Deeskalation' sind."
In den USA schloss die Wall Street am Freitag im Plus: Der Dow Jones Industrial Average stieg um 1,8%, der S&P 500 legte um 1,2% zu und der Nasdaq Composite gewann 1,5%.
In Asien notierte der Nikkei 225 in Tokio am Montag 0,8% höher. In China stieg der Shanghai Composite um 0,5%, während der Hang Seng Index in Hongkong um 0,4% zulegte. Der S&P/ASX 200 in Sydney notierte geringfügig schwächer.
Gold verbilligte sich am Montagmorgen auf 4.784,50 USD pro Unze, nach 4.869,13 USD am späten Freitagabend.
Der weltweite Wirtschaftskalender für Montag umfasst den kanadischen Verbraucherpreisindex sowie die deutschen Erzeugerpreisdaten.
Auf der lokalen Unternehmensebene stehen die Jahresergebnisse der Werbeagentur M&C Saatchi sowie ein Trading Statement des Workday-Partners und IT-Dienstleisters Kainos Group an.
Von Michael Hennessey, Alliance News Reporter
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