(Alliance News) - Die Londoner Börse dürfte am Freitag geringfügig höher in den Handel starten. Während die Märkte weiterhin auf der Stelle treten, richtet sich der Fokus nun auf potenzielle Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran.

Laut IG deuten die Futures darauf hin, dass der FTSE 100 am Freitag um 13,6 Punkte bzw. 0,1% höher bei 10.603,59 Punkten eröffnen wird. Der Index der Londoner Standardwerte hatte am Donnerstag 0,3% fester bei 10.589,99 Punkten geschlossen.

Das Britische Pfund notierte am frühen Freitag bei 1,3517 USD und damit niedriger als zum Londoner Börsenschluss am Donnerstag (1,3532 USD). Gegenüber dem Euro gab das Pfund von 1,1489 EUR am Vortag auf 1,1474 EUR nach.

Der Euro wurde am frühen Freitag bei 1,1782 USD gehandelt, nach 1,1777 USD am späten Donnerstagabend. Gegenüber dem Yen notierte der Dollar bei 159,49 JPY im Vergleich zu 159,16 JPY.

US-Präsident Donald Trump erklärte, die USA und der Iran stünden "sehr kurz" vor dem Abschluss eines Friedensabkommens. Er ziehe in Erwägung, zur Unterzeichnung eines Vertrages nach Pakistan zu reisen.

In einer Rede im Weißen Haus sagte Trump, Teheran habe zugestimmt, seine Bestände an angereichertem Uran - von ihm als "nuklearer Staub" bezeichnet - zu übergeben, während beide Seiten weitere Gespräche in Islamabad prüfen.

Er lobte Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif und Armeechef Asim Munir für ihre Vermittlerrolle bei den Verhandlungen.

Trump bezeichnete den Konflikt zudem als "kleine Ablenkung" während seiner Präsidentschaft und verteidigte militärische Maßnahmen angesichts des nuklearen Potenzials des Irans als notwendig.

Unterdessen ist ein zehntägiger Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon in Kraft getreten. Trump hatte diesen angekündigt und erklärt, er hoffe, in den kommenden Tagen ein Treffen zwischen den Staatschefs beider Länder ausrichten zu können.

Rohöl der Sorte Brent wurde am frühen Freitag bei 98,06 USD pro Barrel gehandelt, nach 98,39 USD am späten Donnerstag.

In Großbritannien erklärte Finanzministerin Rachel Reeves, die Regierung arbeite trotz der Spannungen wegen des Iran-Konflikts weiterhin "sehr konstruktiv" mit der US-Administration zusammen.

Reeves betonte, dass das im vergangenen Jahr geschlossene Handelsabkommen beiden Ländern zugutekomme und die Kooperation fortgesetzt werde, auch wenn beide Seiten angesichts der globalen wirtschaftlichen Auswirkungen und steigender Energiepreise Kritik ausgetauscht haben.

In den USA schloss die Wall Street am Donnerstag im Plus: Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,2%, der S&P 500 um 0,3% und der Nasdaq Composite um 0,4%.

Die Aktien von Netflix brachen im nachbörslichen Handel am Donnerstag um 9,6% ein, nachdem das Unternehmen bekannt gegeben hatte, dass Mitbegründer und Chairman Reed Hastings im Juni zurücktreten wird. Zudem lag die Umsatzprognose für das zweite Quartal unter den Erwartungen.

Das in Los Gatos ansässige Unternehmen meldete für das am 31. März endende Quartal einen Nettogewinn von 5,28 Mrd. USD, nach 2,89 Mrd. USD im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 16% von 10,54 Mrd. USD auf 12,25 Mrd. USD, getrieben durch Mitgliederwachstum, Preiserhöhungen und Werbeeinnahmen. Das verwässerte Ergebnis je Aktie erhöhte sich von 0,66 USD auf 1,23 USD.

Netflix hält an seiner Umsatzprognose für 2026 von 50,7 Mrd. USD bis 51,7 Mrd. USD bei einer operativen Marge von 31,5% fest.

In Asien gab der Nikkei 225 in Tokio am Freitag um 1,0% nach. In China verlor der Shanghai Composite 0,2%, während der Hang Seng Index in Hongkong um 1,3% fiel. Der S&P/ASX 200 in Sydney schloss 0,2% schwächer.

Gold notierte am frühen Freitag bei 4.797,95 USD pro Unze und damit unter dem Stand von 4.802,13 USD am Donnerstag.

Im heutigen Unternehmenskalender veröffentlicht die discoverIE Group ein Trading Statement.

Der Wirtschaftskalender sieht für Freitag Daten zur Leistungsbilanz und zur Handelsbilanz der Eurozone vor.

Von Eva Castanedo, Alliance News Reporterin

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