Der Blue-Chip-Index FTSE 100 stieg um 0,4% und bewegte sich damit knapp unter den am Donnerstag erreichten Rekordhöchstständen. Der FTSE 250, der Index für mittelgroße Unternehmen, legte um 0,5% zu und verzeichnete damit erstmals nach zwei Verlustwochen wieder einen Wochengewinn.
Eine Welle neuer KI-Tool-Veröffentlichungen seit Ende Januar hat die Volatilität an den globalen Märkten angeheizt, da Anleger die Bedrohung traditioneller Unternehmen durch neuere Modelle abwägen.
ANLEGER BEGRÜ&SZlig;EN FUSIONEN UND ÜBERNAHMEN
Die in London notierten Unternehmen Experian (Kreditanalyse), London Stock Exchange Group (Börsenbetreiber) und RELX (Informationsdienstleister), die zu den am stärksten von den globalen Kursverlusten betroffenen Aktien zählten, erholten sich am Freitag.
Anleger zeigten sich erfreut über bedeutende M&A-Deals in dieser Woche, darunter die Übernahme des Fondsmanagers Schroders durch ein US-Unternehmen sowie die Pläne der NatWest Group, den Vermögensverwalter Evelyn Partners zu kaufen.
In dieser Woche wurden auch Daten veröffentlicht, die zeigten, dass die britische Wirtschaft im vierten Quartal lediglich um 0,1% wuchs, was dem Tempo des Vorquartals entspricht und teilweise die Unsicherheit im Vorfeld des Haushalts von Finanzministerin Rachel Reeves im November widerspiegelt.
Anleger rechnen mit einer Wahrscheinlichkeit von 63,4%, dass die Bank of England bei ihrer Sitzung im März die Kreditkosten um 25 Basispunkte senken wird.
Der Chefökonom der Bank of England, Huw Pill, warnte jedoch, dass die zugrunde liegende Inflation weiterhin bei etwa 2,5% liege und die Zinsen restriktiv bleiben müssten, bis die Disinflation eindeutig gesichert sei.
Zu den weiteren Kursbewegungen zählt NatWest, das einen Anstieg des Jahresgewinns um 24% meldete und damit die Prognosen leicht übertraf. Das Unternehmen setzte sich zudem ehrgeizigere Ziele, da es seine Investitionen im kostenintensiven, aber potenziell lukrativen britischen Vermögensverwaltungsgeschäft erhöht.
Dennoch fielen die Aktien der Bank nach einer starken Entwicklung im Vorjahr um 2,5%.
Rüstungswerte legten um 3,1% zu, nachdem berichtet wurde, dass Premierminister Keir Starmer am Wochenende auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine multinationale Verteidigungsinitiative vorantreiben will.

















