Der britische Leitindex FTSE 100 zeigte sich am Dienstag kaum verändert, da Kursgewinne bei Edelmetallminen und Rüstungsunternehmen Verluste in anderen Sektoren ausglichen. Anleger blickten gespannt auf die mit Spannung erwartete US-Zinsentscheidung am Mittwoch.
Der FTSE 100 schloss die Sitzung mit einem leichten Minus von 0,03 %, während der stärker auf den Binnenmarkt ausgerichtete FTSE 250 um 0,1 % nachgab.
Rüstungsaktien legten europaweit zu, nachdem Bloomberg News berichtet hatte, dass das deutsche Parlament in der kommenden Woche Rüstungsverträge im Rekordwert von 52 Milliarden Euro genehmigen dürfte. Die Aktien von BAE Systems stiegen um 2,1 %, während Rolls-Royce 0,4 % zulegte.
Weltweit agierten Investoren vor der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve am Mittwoch überwiegend vorsichtig. Händler rechnen mehrheitlich mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte, nachdem zuletzt gemischte Konjunkturdaten und zurückhaltende Äußerungen einiger Fed-Vertreter veröffentlicht wurden.
Die Preise für Gold und Silber zogen vor der Entscheidung an, was den FTSE 350-Index der Edelmetallminen um fast 2 % nach oben trieb.
Auch von der Bank of England wird bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche allgemein eine Zinssenkung erwartet, da Anzeichen für eine Schwäche am Arbeitsmarkt und eine nachlassende Inflation zunehmen.
Barclays teilte mit, dass die Ausgaben britischer Verbraucher mit Kredit- und Debitkarten im November im Jahresvergleich um 1,1 % zurückgingen - der stärkste Rückgang seit Februar 2021, als die Pandemie noch wütete.
Eine separate Umfrage des Branchenverbands British Retail Consortium (BRC) ergab, dass die Ausgaben bei großen Einzelhändlern im vergangenen Monat im Jahresvergleich um 1,4 % stiegen - das langsamste Wachstum seit Mai.
Unter den Einzelwerten rutschte BAT um 0,3 % ab, nachdem der Dunhill-Hersteller mitteilte, dass die Ergebnisse für 2026 wohl nur das untere Ende der mittelfristigen Zielspanne erreichen werden.
Shell verlor 0,6 %, nachdem Bloomberg berichtete, dass der Ölkonzern einen Käufer für einen 20 %-Anteil an seinem brasilianischen Ölfeld-Cluster sucht, um die Finanzierung einer milliardenschweren Offshore-Entwicklung zu unterstützen.
Man Group legte um 3,9 % zu, nachdem J.P. Morgan den Hedgefonds von ,,Neutral" auf ,,Übergewichten" hochgestuft hatte.


















