Der Londoner FTSE 100 legte am Dienstag zu, angeführt von Kursgewinnen bei HSBC und anderen Schwergewichten im Bankensektor, während eine ereignisreiche Woche mit zahlreichen Unternehmensbilanzen und der Zinsentscheidung der US-Notenbank bevorsteht.
Der Bankenindex stieg um 2,4% und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 2008. Die Aktien von HSBC gewannen 2,9% hinzu und hoben den Marktwert der Bank zeitweise über 300 Milliarden US-Dollar.
Der Blue-Chip-Index FTSE 100 schloss mit einem Plus von 0,6%, während der stärker auf Großbritannien fokussierte FTSE 250 um 0,2% zulegte.
Der Index der Edelmetallminen fiel um 5,2%, nachdem er in der vorherigen Sitzung Rekordhöhen erreicht hatte.
Unterdessen reiste Premierminister Keir Starmer am Dienstagabend nach China – der erste Besuch eines britischen Regierungschefs in dem asiatischen Land seit acht Jahren. Ziel ist es, die Beziehungen zu verbessern und Großbritanniens Abhängigkeit von einem zunehmend unberechenbaren US-Partner zu verringern.
Die Handelsbedenken bestehen weiter, nachdem US-Präsident Donald Trump kürzlich mit einer Erhöhung der Zölle auf südkoreanische Importe gedroht hat. Marktteilnehmer richten nun den Blick auf die anstehenden Unternehmensbilanzen, um klarere Signale zur Geschäftslage zu erhalten – insbesondere auf die Ergebnisse der US-Technologieriesen, die in dieser Woche erwartet werden.
Im Fokus steht auch die Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve, die am Dienstag beginnt und am Mittwoch endet. Die meisten Investoren erwarten, dass die US-Zentralbank die Zinsen unverändert lässt.
Unabhängig davon erwarten laut einer Reuters-Umfrage alle bis auf zwei Ökonomen, dass die Bank of England ihren Leitzins im Februar bei 3,75% belässt.
Auf der Datenseite stiegen die Preise bei britischen Einzelhändlern in diesem Monat so stark wie seit Februar 2024 nicht mehr, getrieben von Preiserhöhungen bei Lebensmitteln, Möbeln, Gesundheits- und Schönheitsprodukten.
Zu den größten Kursbewegungen zählten die Aktien von Dr. Martens, die um 11,6% auf den niedrigsten Stand seit Juni 2025 fielen – der stärkste Rückgang im Midcap-Index –, nachdem der Stiefelhersteller nach einem Absatzrückgang im dritten Quartal für das Gesamtjahr nur mit einem weitgehend stagnierenden Umsatzwachstum rechnet.

















