Der Iran hatte am Mittwoch seinen Luftraum für fast fünf Stunden geschlossen und danach wieder geöffnet, nachdem Befürchtungen über mögliche militärische Aktionen zwischen den USA und dem Iran aufgekommen waren. Dies zwang Fluggesellschaften dazu, Flüge abzusagen, umzuleiten oder zu verzögern.
Trotz der Wiederöffnung des Luftraums nutzen viele Airlines, darunter Singapore Airlines und TUI, weiterhin alternative Routen, wie FlightRadar24 berichtet. Experten warnten, dass das Risiko weiterer Instabilitäten weiterhin bestehe.
"Wir empfehlen, derzeit und in den nächsten sieben Tagen keine Flüge zu buchen, die das Gebiet durchqueren. Anschließend wird die Situation neu bewertet," sagte Eric Schouten, Direktor für Sicherheitsanalysen und Luftfahrtberatung bei Dyami.
"Eine kontinuierliche Überwachung der regionalen Entwicklungen wird empfohlen, da plötzliche Luftraumsperrungen und Flugstörungen wahrscheinlich sind."
In den vergangenen zwei Jahren haben viele westliche Fluggesellschaften ihre Routenführung im Nahen Osten geändert. Mehrere Airlines fliegen nun häufiger über Afghanistan, trotz der anhaltenden Herrschaft der Taliban, um andere, konfliktreichere Gebiete zu vermeiden.
Bereits am Mittwoch hatte Deutschland eine neue Richtlinie erlassen, die deutsche Airlines davor warnte, den iranischen Luftraum zu betreten. Kurz zuvor hatte Lufthansa ihren Flugbetrieb im Nahen Osten angesichts der eskalierenden Spannungen umgestellt.
"Wir meiden irakischen und iranischen Luftraum, daher müssen einige westwärts gerichtete Flüge von Dubai und Abu Dhabi Zwischenstopps (zum Tanken und Crewwechsel) in Larnaca, Zypern oder Thessaloniki, Griechenland einlegen," erklärte ein Sprecher von Wizz Air am Donnerstag.
Ein Sprecher von British Airways-Mutterkonzern IAG teilte mit, dass alle British Airways-Flüge nach Bahrain bis einschließlich 16. Januar gestrichen wurden.
"KLM meidet derzeit aus Vorsicht den iranischen Luftraum – eine Route, die wir ohnehin selten nutzen. Die gestrige Sperrung des iranischen Luftraums hatte daher keine Auswirkungen auf unseren Betrieb," sagte ein KLM-Sprecher.
Finnair hat das Überfliegen des irakischen Luftraums eingestellt und fliegt nach Doha und Dubai nun über Saudi-Arabien, was die Flugzeiten geringfügig verlängert, teilte das Unternehmen mit. Die Airline hatte bereits aus Sicherheitsgründen iranischen, syrischen und israelischen Luftraum gemieden.
Fluggesellschaften wie Ryanair haben ihre Routen in den vergangenen Monaten aus dem Nahen Osten verlegt, und andere, darunter Air France, meiden den iranischen Luftraum bereits seit Langem.





















