Finanzwelt im März tiefrot
Am letzten Handelstag im März verbuchte der CAC 40 den zweiten Anstieg in Folge und legte um 0,57 % auf 7.816,94 Punkte zu. Auf Monatssicht büßte die Pariser Börse jedoch 8,90 % ein - die schlechteste monatliche Performance seit März 2020, als der Index um 17,21 % eingebrochen war. Damals begannen die Märkte, das Ausmaß der Covid-19-Pandemie auf die Weltwirtschaft zu realisieren.
Veröffentlicht am 31.03.2026 um 18:00
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Auch die übrigen europäischen Handelsplätze schlossen heute im Plus: Der DAX 40 in Frankfurt legte um 0,31 % zu, während der Londoner FTSE 100 um 0,52 % stieg. Auf Monatssicht verzeichnen diese beiden Indizes jedoch Verluste von 10,49 % bzw. 6,69 %.
Sowohl in den letzten vier Wochen als auch im heutigen Sitzungsverlauf wurden die Märkte vom Krieg im Nahen Osten und dessen Auswirkungen auf die Energiepreise belastet. Dies schürt Sorgen vor einem Inflationsschub und einer damit einhergehenden Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken weltweit.
Die heute veröffentlichten Inflationsdaten stützen diese Befürchtungen. In Frankreich stieg der Verbraucherpreisindex nach vorläufigen Daten von Insee wie erwartet um 0,9 %, nach zuvor 0,6 %. Auf Jahressicht kletterte die Inflation um 1,7 %, während die Erwartungen bei +1,6 % lagen (Vormonat: +0,9 %). Dieser Anstieg ist auf die kräftige Erholung der Energiepreise zurückzuführen (+7,3 % im Jahresvergleich nach -2,9 % im Februar), insbesondere bei Erdölprodukten.
In der Eurozone folgte der Indikator mit einem Anstieg der Jahresrate auf 2,5 % (Vormonat: 1,9 %) demselben Trend. Wie Insee schätzt auch Eurostat, dass Energie im März mit +4,9 % die höchste jährliche Wachstumsrate aufweisen dürfte, verglichen mit -3,1 % im Februar.
Bezüglich des Nahost-Konflikts gab es ermutigende Signale von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der auf einer Pressekonferenz erklärte, dass sich die Gespräche mit dem Iran intensivieren würden. Donald Trump hingegen griff Frankreich auf seinem sozialen Netzwerk direkt an. Der US-Präsident verkündete, Frankreich habe Flugzeugen mit Militärgütern für Israel den Überflug verweigert. Er fügte hinzu: "Frankreich war wenig kooperativ in Bezug auf den 'Schlächter von Iran', der erfolgreich eliminiert wurde! Die USA werden sich daran erinnern."
Am Devisenmarkt erholt sich der Euro gegenüber dem Greenback (+0,60 %) und notiert bei 1,1525 Dollar.
Bei den Rohstoffen geben die Rohölpreise nach. Die Sorte WTI verliert 1,46 % auf 104,63 Dollar, während Brent aus der Nordsee um 1,21 % auf 107,38 Dollar nachgibt.
Weitere Statistiken und Unternehmensnachrichten
In den USA fiel der Chicagoer Einkaufsmanagerindex (PMI), der die Industrietätigkeit in dieser Region misst, im März deutlich stärker als erwartet. Er sank auf 52,8 Punkte, während Analysten mit 54,8 Punkten gerechnet hatten (Vormonat: 57,7 Punkte). Mit 52,8 Punkten erreichte der Index den niedrigsten Stand seit Dezember 2025.
Im Gegensatz dazu verbesserte sich das vom Conference Board ermittelte Verbrauchervertrauen, obwohl eine Verschlechterung befürchtet worden war. Es stieg von 91 Punkten im Februar auf 91,8 Punkte im März, während Analysten einen Rückgang auf 87,8 Punkte prognostiziert hatten.
Auf Unternehmensebene stand Alstom im Fokus; die Aktie verbuchte einen Sprung von 5,39 %. Der Konzern sicherte sich in einem Konsortium einen neuen Systemauftrag in der AMECA-Region mit einem Gesamtprojektwert von 2.750 millones Dollar. Der Anteil des französischen Konzerns beläuft sich auf etwa 30 %, was 700 Millionen Euro entspricht.
Ebenfalls fest tendierte Getlink mit einem Plus von 3,51 %. Einer der Hauptaktionäre des Eurotunnel-Betreibers hat seine Beteiligung aufgestockt. Es handelt sich um das italienische Infrastrukturunternehmen Mundys, das von Edizione, der Holding der Familie Benetton, kontrolliert wird. Mundys erhöht seinen Anteil um 3,5 % auf 19 % und könnte bei Vorliegen der erforderlichen Genehmigungen weitere 6 % erwerben.
Dagegen rutschten Eutelsat um 3,31 % ab. Laut Reuters befindet sich der Konzern in Gesprächen mit der indischen Weltraumforschungsorganisation (ISRO) über künftige Satellitenstarts.
Solutions30 brach um 14,51 % ein, nachdem die Ergebnisse für 2025 eine deutliche Verschlechterung zeigten, insbesondere durch die Ausweitung des Nettoverlusts (Konzernanteil) von 15,8 auf 60,7 Millionen Euro.
Casino gab um 4,12 % nach. Obwohl der Konzern bei der Ergebnisveröffentlichung eine deutliche Verbesserung der Rentabilität auswies, sorgen sich die Anleger vor allem um die finanzielle Lage. Laut AlphaValue wird ein Finanzrestrukturierungsplan erwartet, der das Risiko einer erheblichen Verwässerung birgt.
In Großbritannien verloren Unilever 7,28 %, nachdem bestätigt wurde, dass sich das Unternehmen in fortgeschrittenen Gesprächen mit McCormick befindet (deren Aktien bei europäischem Börsenschluss an der Wall Street um 5,37 % nachgaben). Ziel ist die Zusammenlegung des Großteils der Lebensmittelsparte, um sich künftig auf die Bereiche Hygiene und Schönheit zu konzentrieren.



















