DOW JONES--An Europas Börsen zeichnen sich Aufschläge zur Eröffnung am Dienstag ab. US-Präsident Donald Trump versucht, in dem sich ausweitenden Konflikt zwischen Israel und dem Libanon zu vermitteln, der zu einem Stolperstein für die Gespräche zwischen dem Iran und den USA zu werden droht. Trump erklärte, beide Seiten hätten vereinbart, die Kämpfe einzustellen, und der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu habe die Angriffe im Libanon abgesagt. Angeblich hatte der Iran die Gespräche mit den USA wegen der israelischen Angriffe im Libanon ausgesetzt, was die Börsen am Vortag belastete.

Der DAX dürfte bei rund 25.150 Punkten ins Rennen starten nach einem Schluss von 25.003 Punkten zu Wochenbeginn. Der Ölpreis kommt am Morgen wieder zurück, auch fallen die Renditen an den Anleihemärkten. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent fällt um 1 Prozent auf 94,05 Dollar. Der Euro zeigt sich mit 1,1636 Dollar wenig verändert.

Stützend für das Marktsentiment ist auch die anhaltende KI-Rally. Hewlett Packard (HPE) haussierten nachbörslich, nachdem der Konzern seine langfristigen Finanzziele um zwei Jahre vorgezogen hatte. Das Unternehmen hatte Ergebnisse für das zweite Quartal gemeldet, die die Erwartungen der Wall Street bei weitem übertrafen. Als Grund nannte das Unternehmen die rasant steigende Nachfrage nach Rechenleistung von Kunden, die auf Werkzeuge der Künstlichen Intelligenz umsteigen.

Am Vortag hatten Aussagen von Nvidia-CEO Jensen Huang Software-Aktien gestützt. Huang sieht die Branche nicht als Verlierer der KI-Revolution. "Das ist eigentlich eine fantastische Zeit, um ein Softwareunternehmen zu sein - aber die Software muss dem Agenten so zur Verfügung gestellt werden, dass er sie auch nutzen kann", so Huang. Im Handel heißt es, es müsse sich zeigen, ob der Sektor sich nachhaltig erholen könne.

Höhepunkt des Tages ist die Veröffentlichung der europäischen Verbraucherpreise für Mai. Erwartet wird ein Anstieg von 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat bzw. 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Kern sollen die Preise um 2,4 Prozent zum Vorjahr gestiegen sein. Damit würde das Preisniveau aufgrund der Folgen des Iran-Kriegs weiter über dem EZB-Ziel von 2 Prozent liegen. Analysten gehen fest davon aus, dass die Währungshüter in der kommenden Woche die Zinsen anheben werden.


=== 
DEVISEN        zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Mo, 17:48 
EUR/USD         1,1636   +0,1     0,0006          1,1630     1,1622 
EUR/JPY         185,88   +0,1     0,1800        185,7000   185,5600 
EUR/CHF         0,9152   +0,1     0,0005          0,9147     0,9143 
EUR/GBP         0,8642   -0,0    -0,0001          0,8643     0,8643 
USD/JPY         159,72   +0,0     0,0700        159,6500   159,6400 
GBP/USD          1,346   +0,1     0,0009          1,3451     1,3444 
USD/CNY         6,7618   -0,1    -0,0032          6,7650     6,7650 
USD/CNH         6,7591   -0,1    -0,0052          6,7643     6,7665 
AUS/USD         0,7162   +0,1     0,0007          0,7155     0,7152 
Bitcoin/USD  70.308,92   -1,5  -1.059,44       71.368,36  71.118,09 
 
ROHÖL          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex        91,26   -1,0      -0,90           92,16 
Brent/ICE        94,05   -1,0      -0,93           94,98 
 
Metalle        zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold          4.518,53   +0,8      35,24        4.483,29 
Silber           76,42   +2,2       1,61           74,81 
Platin        1.959,05   +1,8      35,30        1.923,75 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

June 02, 2026 01:57 ET (05:57 GMT)