DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte dürften mit Aufschlägen in den Handel am Dienstag starten. Die Anleger setzen weiterhin auf eine diplomatische Lösung des Kriegs im Nahen Osten. "Wir wurden heute Morgen von den richtigen Leuten, den geeigneten Leuten, angerufen, und sie wollen ein Abkommen aushandeln", erklärte US-Präsident Donald Trump am Vorabend. Positiv wird am Markt zur Kenntnis genommen, dass der Waffenstillstand weiter hält und von der US-Blockade der Straße von Hormus nur iranische Schiffe und Häfen betroffen sein sollen.
Brent notiert am Morgen wieder unter 100 Dollar das Fass, ein weiteres positives Signal. Der DAX dürfte bei rund 23.900 Punkten starten nach einem Schluss von 23.742 Punkten zu Wochenbeginn. Am Devisenmarkt notiert der Euro wenig verändert bei 1,1763 Dollar, an den Anleihemärkten geht es mit den Renditen leicht nach unten.
Aus China kommen durchwachsene Wirtschaftsdaten. Das dortige Exportwachstum hat sich im März nach einem starken Jahresstart spürbar verlangsamt. Die Ausfuhren stiegen um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, nachdem sie im Zeitraum Januar und Februar noch um 21,5 Prozent zugelegt hatten. Vom Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten mit einem Wachstum von 8,0 Prozent gerechnet. Die Importe legten dagegen um 27,8 Prozent zu nach einem Anstieg um 19,8 Prozent in den ersten beiden Monaten. Hier hatten die Ökonomen 7,0 Prozent Wachstum prognostiziert.
Derweil nimmt die Berichtssaison weiter Fahrt auf. Nach Goldman Sachs am Vortag, legen nun JP Morgan, Wells Fargo und die Citigroup ihre Zahlen vor. Am Vorabend hat LVMH berichtet. Die Berichtssaison für das erste Quartal beginnt vor dem Hintergrund eines herausfordernden makroökonomischen Umfelds und geopolitischer Unsicherheiten. "Wir sehen nur begrenzten Spielraum für positive Überraschungen und prognostizieren ein aggregiertes Gewinnwachstum von 3 Prozent, was eine Übertreffungsrate deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt impliziert", so die Deutsche Bank zu Europa.
LVMH dürften nach den Erstquartalszahlen mit Abgaben in den Handel starten. Der Umsatz ist mit 19,12 Milliarden Euro unter der Schätzung von 19,49 Milliarden geblieben. Insbesondere die Sparte Fashion & Leather hat die Erwartungen nicht erreicht. Im Blick steht aber die Entwicklung im Nahen Osten. Der Konzern sagte, der Iran-Krieg habe sich im Quartal mit rund 1 Prozent negativ auf das organische Wachstum ausgewirkt, das geopolitische und wirtschaftliche Umfeld sei gestört. Analysten stellen sich auf Abwärtsrevisionen bei den Konsensschätzungen ein.
LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton SE ist der weltweit führende Anbieter von Luxusgütern. Der Nettoumsatz verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Produktfamilien: - Mode und Lederwaren (46,7 %): Marken wie Louis Vuitton, Christian Dior, Celine, Loewe, Kenzo, Givenchy, Fendi, Emilio Pucci, Marc Jacobs, Berluti, Loro Piana usw.; - Uhren und Schmuck (13 %): Marken wie Bulgari, TAG Heuer, Zenith, Hublot, Chaumet, Fred, Tiffany usw.; - Parfüms und Kosmetikprodukte (10,1 %): Parfüms (Christian Dior, Guerlain, Loewe, Kenzo, Givenchy usw.), Make-up-Produkte (Make Up For Ever, Guerlain, Acqua di Parma usw.) usw.; - Weine und Spirituosen (6,6 %): Champagner (Moët & Chandon, Dom Pérignon, Veuve Clicquot, Krug, Ruinart, Mercier, Château d'Yquem, Domaine du Clos des Lambrays, Château Cheval Blanc, Colgin Cellars, Hennessy, Glenmorangie, Ardbeg, Belvedere, Woodinville, Volcán de mi Tierra, Chandon, Cloudy Bay, Terrazas de los Andes usw.; weltweit Nr. 1), Weine (Cape Mentelle, Château D'Yquem usw.), Cognacs (hauptsächlich Hennessy; weltweit Nr. 1), Whisky (hauptsächlich Glenmorangie) usw. Der verbleibende Nettoumsatz (23,6 %) stammt aus dem selektiven Vertrieb über die Ketten Sephora, DFS, Miami Cruiseline sowie die Kaufhäuser Le Bon Marché und La Samaritaine. Ende 2025 werden die Produkte über ein Netzwerk von 6.283 Verkaufsstellen weltweit vermarktet. Der Nettoumsatz verteilt sich geografisch wie folgt: Frankreich (8,3 %), Europa (18 %), Japan (7,9 %), Asien (26,5 %), Vereinigte Staaten (25,6 %) und Sonstige (13,7 %).
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Qualität der Veröffentlichungen
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ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.