Die Zahl der kurzfristigen Touristenunterkünfte auf Ibiza hat sich im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr nahezu halbiert, da Spaniens Maßnahmen gegen Ferienwohnungen und Übertourismus erste Wirkung zeigen.

Das Angebot an Kurzzeitvermietungen auf der beliebten Urlaubsinsel liegt laut dem Tourismusverband Exceltur inzwischen 80% unter dem Niveau von 2017. Landesweit gingen die Inserate im zweiten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 4% zurück – der erste rückläufige Trend auf nationaler Ebene –, wobei die Entwicklung in den 25 größten Städten unterschiedlich ausfiel.

Die Behörden verschärfen die Vorschriften, da Einheimische darüber klagen, dass steigende Mieten und Immobilienpreise durch die touristische Nachfrage angetrieben werden.

Laut der Website der lokalen Regierung hat Ibiza die Kontrollen verstärkt, um nicht genehmigte Inserate auszusortieren, während Barcelona plant, bis 2028 sämtliche Ferienwohnungen zu verbieten.

MALLORCA SCHLIESST SICH DURCHGREIFEN AN, DOCH EINIGE STÄDTE TROTZEN DEM TREND

Ibiza und Mallorca verzeichneten laut Exceltur die stärksten Rückgänge bei Kurzzeitvermietungen, während Küstenmetropolen wie Malaga und Almeria ihr Angebot an Touristenunterkünften weiterhin ausbauen.

Neue Vorschriften, die Vermieter verpflichten, ihre Immobilien zu registrieren, bevor sie diese auf Plattformen wie Airbnb anbieten, treiben laut Exceltur-Vizepräsident Oscar Perelli diese Entwicklung voran.

Ferienwohnungen haben das Wachstum der Hotels seit Jahren übertroffen, da Spaniens Tourismusboom das Land im Wettbewerb mit Frankreich an die Spitze der beliebtesten Reiseziele der Welt gebracht hat. Fast ein Drittel der Touristen entscheidet sich weiterhin für Ferienhäuser, die nach wie vor günstiger sind als Hotels.

Ibiza erzielte im vergangenen Jahr mit 170 Euro ($198) pro Zimmer den höchsten Hotelumsatz Spaniens, ein Anstieg um 6% gegenüber 2024, so Exceltur.

($1 = 0,8571 Euro)