Die Geldpolitik befinde sich derzeit an einem 'guten Punkt', so der Notenbanker in New York. 'Ich sehe keinerlei Grund, die Zinsen zum jetzigen Zeitpunkt zu erhöhen oder zu senken', sagte Williams.
Der Zentralbankchef sprach vor einer Versammlung der Conference of Business Economists und bekräftigte dabei weitgehend seine jüngsten Aussagen. Er betonte, dass die Stabilisierung der Inflationserwartungen von zentraler Bedeutung sei. Während es nicht überraschend sei, dass die kurzfristigen Erwartungen gestiegen sind, blieben die langfristigen Prognosen stabil, was positiv zu bewerten sei. Williams führte aus, dass die Auswirkungen von Zöllen auf die Inflation seiner Meinung nach bereits weitgehend eingetreten seien, er jedoch die weitere Entwicklung des Preisdrucks genau beobachte. Da die Inflationserwartungen stabil bleiben und der Arbeitsmarkt den Preisdruck nicht weiter anheizt, 'sehen wir keine... ungewöhnlichen Zweitrundeneffekte oder anhaltenden Auswirkungen. Aber wir müssen die Lage weiterhin beobachten', so der Offizielle.
Williams merkte zudem an, dass die Stärke des Aktienmarktes angesichts der Einschätzungen der Anleger zu den Wirtschaftsaussichten nicht überraschend sei. 'Es herrscht Optimismus hinsichtlich eines höheren Produktivitätswachstums in der Zukunft, teilweise bedingt durch KI und andere Faktoren', sagte Williams. Es sei 'nicht verwunderlich, dass der Aktienmarkt hoch steht', wenn man bedenke, wie 'bullish' die Marktteilnehmer in Bezug auf die Zukunft der Wirtschaft eingestellt seien.
Anleger erwarten derzeit für die kommenden Monate keine Änderung der Zielspanne für den Leitzins, die aktuell zwischen 3,5 % und 3,75 % liegt. Der Krieg im Nahen Osten hat zu einem sprunghaften Anstieg des Preisdrucks geführt, doch bleibt unklar, wie lange dieser Druck angesichts des ungelösten Konflikts anhalten wird. (Berichterstattung durch Michael S. Derby; Redaktion durch Nia Williams und Jamie Freed)


















