Die US-Notenbank Federal Reserve hat am Donnerstag bekanntgegeben, dass elf Präsidenten ihrer Regionalbanken mit einstimmiger Zustimmung des Board of Governors in ihren Ämtern bestätigt wurden. Damit schließt die Zentralbank einen normalerweise routinemäßigen Prozess ab, der zuletzt unter verstärkte Beobachtung geraten war - insbesondere durch den Druck von Präsident Donald Trump und seiner Regierung.
Wie die Fed in einer Mitteilung erklärte, beginnen die neuen fünfjährigen Amtszeiten der Präsidenten am 1. März. Die vom siebenköpfigen Gremium genehmigten Wiederernennungen umfassen auch den jeweils ersten Vizepräsidenten der Regionalbanken.
Ausgenommen von den Wiederernennungen ist einzig Raphael Bostic, Präsident der Atlanta Fed, der zuvor angekündigt hatte, Anfang nächsten Jahres vorzeitig in den Ruhestand zu treten. Cheryl Venable, die erste Vizepräsidentin der Atlanta Fed, wurde hingegen bestätigt und wird als amtierende Präsidentin fungieren, bis der Vorstand der Bank einen Nachfolger gefunden hat.
Nach geltendem Recht dienen die Präsidenten der Reservebanken jeweils für fünf Jahre und müssen sich gegen Ende jeder Amtszeit einem Wiederernennungsprozess stellen. Laut Aufzeichnungen der US-Zentralbank wurde das Verfahren diesmal früher abgeschlossen als in jedem Jahr seit mindestens 2006.
Normalerweise erhält dieser Prozess wenig öffentliche Aufmerksamkeit. Doch Trumps Bemühungen, Fed-Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen - eine Angelegenheit, die derzeit vor dem Obersten Gerichtshof verhandelt wird - sowie die jüngste Kritik von Finanzminister Scott Bessent daran, dass Präsidenten der Regionalbanken von außerhalb ihrer Bezirke eingestellt werden, rückten das Verfahren ins Rampenlicht. Die einstimmige Entscheidung schließt offenbar auch Gouverneur Stephen Miran ein, den Trump vor wenigen Monaten nach dem überraschenden Rücktritt von Adriana Kugler in den Vorstand berufen hatte.
In den vergangenen Monaten bildeten die Präsidenten der Regionalbanken den Kern einer Gruppe von Fed-Politikern, die sich zögerlich gegenüber weiteren Zinssenkungen zeigten. Die Wiederernennung wurde einen Tag nach der dritten Zinssenkung in Folge um jeweils einen Viertelprozentpunkt bekanntgegeben. Zwei Präsidenten der Regionalbanken stimmten am Mittwoch gegen die Maßnahme und sprachen sich dafür aus, die Zinsen unverändert zu lassen.
Das langsame Tempo der Zinssenkungen verärgert Präsident Trump, der die Zentralbank und Fed-Chef Jerome Powell regelmäßig dafür kritisiert, die Kreditkosten nicht deutlich stärker zu senken.


















