Eviden und AMD haben ihre Auswahl für den Bau von Alice Recoque bekanntgegeben, einem Supercomputer der nächsten Generation, der den steigenden Bedarf an wissenschaftlichem Rechnen (HPC) und künstlicher Intelligenz (KI) decken und als KI-Fabrik dienen soll. Alice Recoque wird der erste Exascale-Supercomputer Frankreichs und der zweite Europas sein - eine Anlage, die Europas KI- und Forschungskapazitäten erweitert und dabei Energieeffizienz sowie digitale Souveränität gewährleistet. Das von Frankreichs GENCI initiierte und vom CEA betriebene Projekt wird eine Leistung von mehr als einem Exaflop pro Sekunde erreichen (das entspricht einer Milliarde Milliarden Berechnungen pro Sekunde) und so wissenschaftliche Simulationen auf ein neues Niveau heben.
Diese extreme Rechenleistung, die mehr Berechnungen ermöglicht, als die gesamte Menschheit in vier Jahren ununterbrochener Kopfarbeit leisten könnte, bedeutet eine Verfünfzigfachung der bisherigen Systemleistung - und das bei lediglich fünffacher Steigerung des Stromverbrauchs. Das Projekt, das sich über fünf Jahre auf Gesamtkosten von 554 Millionen Euro beläuft, wird von EuroHPC JU finanziert, mit Mitteln aus dem Digital Europe Programme (DEP), sowie vom Jules Verne-Konsortium, das von Frankreich über GENCI und CEA geführt wird und an dem auch die Niederlande (SURF) und Griechenland (GRNET) beteiligt sind. Darüber hinaus wird Alice Recoque über eine skalare Recheneinheit verfügen, die auf dem europäischen Rhea2-Prozessor von SiPearl basiert.
Das gesamte System wird durch Evidens Netzwerklösung (BXIv3) auf der neuesten BullSequana XH3500-Plattform miteinander verbunden, ergänzt durch Speicherlösungen von DDN. Dieses leistungsstarke Ökosystem wird die Klimamodellierung verbessern, Innovationen in den Bereichen Materialwissenschaften und Energie beschleunigen, digitale Zwillinge für die personalisierte Medizin ermöglichen und die Entwicklung der nächsten Generation europäischer KI-Basismodelle unterstützen. Zudem wird es die riesigen Datenmengen verarbeiten, die durch wissenschaftliche Instrumente wie Teleskope, Satelliten sowie IoT-Geräte und KI-Anwendungen entstehen, und so Durchbrüche in zahlreichen Fachgebieten fördern.
Im Zeichen des gemeinsamen Strebens nach technologischer Souveränität wird das Alice Recoque-System verschiedene europäische Technologien, darunter auch kritische Komponenten, integrieren. Das gesamte System wird über Evidens BXIv3-Netzwerktechnologie verbunden - eine effiziente europäische Alternative zur Vernetzung konvergierter HPC/KI-Systeme. Zusätzlich zur Exascale-Einheit wird eine Partition mit dem europäischen SiPearl Rhea2-Prozessor integriert, um die Rechenkapazität weiter zu steigern. Mit der Verlagerung von fast drei Vierteln der BullSequana XH35000-Komponentenproduktion nach Europa gewährleistet Eviden vollständige Rückverfolgbarkeit, regulatorische Compliance und eine Verringerung geopolitischer Risiken - im Einklang mit den Klimazielen Europas und zur Stärkung der digitalen Souveränität durch sichere, nachhaltige und leistungsstarke KI-HPC-Technologien.
Mit 94 Racks wird Alice Recoque voraussichtlich zu den führenden Supercomputern Europas für hochpräzise HPC-Arbeitslasten zählen. Aufbauend auf dieser Grundlage bietet das System herausragende Speicherleistungen, die tiefere Einblicke, schnellere Simulationen und weitere wissenschaftliche Durchbrüche ermöglichen. Um diese Fähigkeiten zu erreichen, setzt Alice Recoque auf zukunftssichere, modulare und skalierbare Komponenten, die in Evidens neu vorgestellter BullSequana XH3500-Architektur integriert werden, um den wachsenden Anforderungen in den Bereichen HPC, KI und Quantencomputing gerecht zu werden.


















