Die Transaktion zielt darauf ab, die Entwicklung seiner Satelliten in der niedrigen Erdumlaufbahn (LEO) zu unterstützen und die Finanzstruktur des Konzerns durch einen beschleunigten Schuldenabbau zu flexibilisieren. Diese Strategie basiert auf einem Mix aus Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen mit der Unterstützung mehrerer Großaktionäre. Sie soll Investitionen in Höhe von 4 Milliarden Euro im Zeitraum von 2026 bis 2029 abdecken.

Eine Neugestaltung des Kapitals

Ende 2025 hatte Eutelsat bereits in zwei Schritten 1,5 Milliarden Euro an Eigenkapital aufgenommen: 828 Millionen Euro durch vorbehaltene Kapitalerhöhungen und anschließend rund 670 Millionen Euro durch eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht. Zu den Investoren gehörten insbesondere der französische Staat über die APE, Bharti Space, die britische Regierung, CMA CGM Participations und der Fonds stratégique de participations. Diese Operation veranlasste Moody's und Fitch dazu, das Kreditrating der Gruppe anzuheben, was den Zugang zu den Märkten und Exportfinanzierungen erleichterte.

Parallel dazu hat Eutelsat mehrere Finanzierungsinstrumente implementiert: einen im November 2025 unterzeichneten syndizierten Kredit über 900 Millionen Euro, eine vom französischen Staat garantierte Finanzierung von rund 1 Milliarde Euro für den Kauf von 440 OneWeb-Satelliten bei Airbus sowie die Neugestaltung eines Darlehens der Europäischen Investitionsbank.

Die am 5. März 2026 abgeschlossene Anleiheemission, aufgeteilt in zwei Tranchen von 850 Millionen (Laufzeit 5 Jahre, Kupon 5,75 %) und 650 Millionen Euro (Laufzeit 7 Jahre, Kupon 6,25 %), dient der Rückzahlung bestehender Verbindlichkeiten und schließt die Neuordnung der Finanzstruktur des Konzerns ab.