Mehrere europäische Unternehmen haben in diesem Jahr Einstellungsstopps verhängt oder Arbeitsplätze abgebaut. Als Grund nennen sie die schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen, die durch US-Zölle weiter verschärft werden.
Hier sind einige der Unternehmen, die Entlassungen angekündigt haben:
AUTO- UND ZULIEFERERINDUSTRIE
* BOSCH: Der deutsche Hausgerätehersteller wird 13.000 Stellen abbauen, wie das Unternehmen am 25. September mitteilte.
* CONTINENTAL: Der deutsche Reifenhersteller plant laut einer Quelle aus dem Betriebsrat vom 24. November den Abbau von zusätzlich 1.500 Arbeitsplätzen in der ContiTech-Sparte für Gummi und Kunststoffe, zusätzlich zu den bereits angekündigten konzernweiten 10.000 Stellenstreichungen im Rahmen der Restrukturierung.
* DAIMLER TRUCK: Der Nutzfahrzeughersteller bestätigte am 1. August Medienberichte, wonach 2.000 Stellen in Werken in den USA und Mexiko gestrichen werden sollen, zusätzlich zu den zuvor angekündigten 5.000 Stellenstreichungen in Deutschland.
* MAN: Der deutsche Lkw-Hersteller plant laut einer Sprecherin vom 20. November den Abbau von rund 2.300 Arbeitsplätzen über die nächsten zehn Jahre.
* RENAULT: Der französische Autobauer bestätigte am 4. Oktober geplante Kostensenkungen, machte aber noch keine Angaben zu Zahlen, nachdem ein Newsletter berichtet hatte, dass bis Jahresende 3.000 Stellen im Bereich Support-Dienstleistungen an Hauptsitz und weiteren Standorten weltweit wegfallen könnten.
* STELLANTIS: Der Automobilkonzern erweiterte sein freiwilliges Abfindungsprogramm in Italien und plant damit insgesamt fast 2.500 Stellen bis 2025 abzubauen, wie am 10. Juni mitgeteilt wurde.
* VOLKSWAGEN: Der Finanzvorstand des Unternehmens gab am 30. April bekannt, dass die Belegschaft in Deutschland seit Beginn der Sparmaßnahmen Ende 2023 um rund 7.000 Beschäftigte reduziert wurde.
* VOLVO CARS: Der schwedische Autobauer kündigte am 26. Mai an, im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung 3.000 vorwiegend Verwaltungsstellen zu streichen.
BANKEN
* COMMERZBANK: Die deutsche Bank teilte am 14. Mai mit, dass sie sich auf den Abbau von rund 3.900 Stellen bis 2028 verständigt habe.
* LLOYDS: Die britische Bank erwägt laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Person vom 4. September, etwa die Hälfte von 3.000 Mitarbeitern zur Kostensenkung zu entlassen.
* ABN AMRO: Die niederländische Bank plant laut Mitteilung vom 25. November bis 2028 den Abbau von 5.200 Stellen.
ENERGIE
* OMV: Der österreichische Öl- und Gaskonzern plant laut der Zeitung Kurier vom 4. September den Abbau von 2.000 Stellen, das entspricht etwa einem Zwölftel der weltweiten Belegschaft.
INDUSTRIE UND TECHNIK
* SIKA: Der Schweizer Hersteller von Bau- und Industrielösungen kündigte am 24. Oktober an, bis zu 1.500 Stellen in anhaltend schwachen Märkten wie China zu streichen.
* STMICROELECTRONICS: Der Vorstandschef des französisch-italienischen Chipherstellers sagte am 4. Juni, dass in den nächsten drei Jahren 5.000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen werden, darunter 2.800 Stellenstreichungen im Jahr 2025.
* WACKER CHEMIE: Das deutsche Chemieunternehmen gab am 27. November bekannt, bis Ende 2026 mehr als 1.500 Stellen - rund 9% der Belegschaft - abzubauen. Als Gründe wurden hohe Energiekosten und bürokratische Hürden in Deutschland genannt.
KONSUMGÜTER
* BURBERRY: Die britische Luxusmarke will laut Mitteilung vom 14. Mai rund 1.700 Stellen streichen, was etwa einem Fünftel der weltweiten Belegschaft entspricht.
* LVMH: Die Financial Times berichtete am 1. Mai, dass die Wein- und Spirituosensparte Moet Hennessy des Luxuskonzerns etwa 1.200 Stellen abbauen werde.
* NESTLé: Der Konzern kündigte am 16. Oktober den Abbau von 16.000 Stellen an, das entspricht 5,8% der Belegschaft.
SONSTIGE
* JUST EAT TAKEAWAY: Die deutsche Tochter Lieferando des Essenslieferdienstes plant laut Unternehmensangaben vom 17. Juli ab Ende 2025 den Abbau von 2.000 Stellen.
* LUFTHANSA: Der deutsche Luftfahrtkonzern gab am 28. September bekannt, bis 2030 rund 4.000 Verwaltungsstellen zu streichen.
* KUEHNE+NAGEL: Der Schweizer Logistikdienstleister kündigte am 23. Oktober an, im Rahmen eines Sparprogramms 1.500 Stellen abzubauen, um Margendruck und Überkapazitäten zu begegnen.
* NOVO NORDISK: Das dänische Pharmaunternehmen wird laut Mitteilung vom 10. September weltweit 9.000 Stellen streichen.
* ORSTED: Der dänische Windkraftkonzern teilte am 9. Oktober mit, bis Ende 2027 rund 2.000 Stellen - ein Viertel der Belegschaft - abzubauen.
* TELEFONICA: Das spanische Telekommunikationsunternehmen wird laut der Gewerkschaft UGT vom 24. November 5.040 Stellen in Spanien streichen, was etwa 20% der Mitarbeiter im Land betrifft.
Quellen: Unternehmensmitteilungen, Reuters-Berichterstattung und Unternehmenswebseiten




















