Die Hoffnung auf eine Deeskalation wird zudem durch die Aussicht auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran an diesem Wochenende gestützt.

Die am Freitag um 23:00 Uhr (Pariser Zeit) in Kraft getretene Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon bleibt jedoch unsicher. Emmanuel Macron äußerte seine "Besorgnis" angesichts eines Waffenstillstands, der "durch die Fortsetzung militärischer Operationen geschwächt" werde. Er rief zum Schutz der Zivilbevölkerung, zur Entwaffnung der Hisbollah und zur Achtung der libanesischen Souveränität durch Israel auf.

In diesem Zusammenhang empfängt der französische Präsident an diesem Freitag in Paris Bundeskanzler Friedrich Merz, den britischen Premierminister Keir Starmer und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, um insbesondere über die Sicherung der Straße von Hormus zu beraten. Rund dreißig Länder werden zudem per Videokonferenz teilnehmen, allerdings ohne die USA.

Am Ölmarkt legt die Sorte Brent geringfügig um 0,04% auf 98,22 USD zu, während WTI um 3,51% auf 90,01 USD nachgibt. Der Euro zeigt sich gegenüber dem Dollar kaum verändert bei 1,1782 USD.

Werte im Fokus

Auf Unternehmensseite bricht Alstom um fast 30% ein, nachdem der Konzern seine Finanzziele für 2026/27 aufgegeben hat. Ipsos sackt um 13% ab, nachdem das erste Quartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.

Im Telekommunikationssektor hat ein Konsortium aus Bouygues (-1,79%) Telecom, Iliad und Orange (-2,16%) ein Gebot in Höhe von 20,35 Milliarden Euro abgegeben, um SFR von Altice zu übernehmen. Eine Exklusivitätsvereinbarung zur Finalisierung der Transaktion wurde bis zum 15. Mai 2026 gewährt.

Im übrigen Europa legte der schwedische Konzern Ericsson (-1,45%) Quartalszahlen vor, die unter den Prognosen der Analysten lagen.