An der geopolitischen Front belebt die Aussicht auf Gespräche zwischen Israel und dem Libanon, die in einen Waffenstillstand münden könnten, die Hoffnung auf ein Abkommen zur Beendigung des Konflikts mit dem Iran und, in einem breiteren Kontext, der Spannungen im Nahen Osten. Eine israelische Ministerin gab im Armeeradio bekannt, dass Benjamin Netanjahu ein Gespräch mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun führen werde.

Diese diplomatischen Fortschritte stehen jedoch im Kontrast zur Realität vor Ort, wo die Kämpfe im Süden des Libanon und im Norden Israels anhalten. Zudem findet am Freitagnachmittag im Élysée-Palast eine Konferenz zur Initiative für die Schifffahrt in der Straße von Hormus statt, an der auch der britische Premierminister teilnehmen wird.

Am Ölmarkt verteuert sich die Sorte Brent um 2% auf 96,46 USD, während WTI um 1,97% auf 92,68 USD zulegt.

Werte in Bewegung

Der Pariser Leitindex wird von Dassault Systèmes (+2,24%) und Saint-Gobain (+2,04%) gestützt.

Pluxee (+0,43%) notiert im grünen Bereich. Die ehemalige Sodexo-Tochter, die auf Essensgutscheine und Geschenkgutscheine spezialisiert ist, hat für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025-2026 ein operatives Ergebnis (Ebitda) - ihre wichtigste Rentabilitätskennzahl - veröffentlicht, das über den Erwartungen der Analysten lag.

Im Gegensatz dazu gehören Kering (-2,48%), L'Oréal (-0,92%) und Hermès (-0,52%) zu den größten Verlierern. Kering setzt damit seinen Rückgang vom Vortag nach der Veröffentlichung der Quartalsumsätze fort, trotz der Vorstellung eines neuen Strategieplans zur Wiederbelebung des Wachstums.

Pernod Ricard (-0,12%), das für das dritte Quartal seines verschobenen Geschäftsjahres Ergebnisse über den Erwartungen vorlegte, warnte jedoch davor, dass der Konflikt im Nahen Osten den Umsatz des gesamten Geschäftsjahres belasten werde.

Andernorts in Europa legt Tesco (+1,82%) vor dem Hintergrund vorsichtiger Ausblicke zu.

EasyJet gibt um 4% nach, nachdem das Unternehmen gewarnt hatte, dass es im ersten Halbjahr aufgrund der explodierenden Treibstoffpreise und höherer Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten einen deutlicheren Vorsteuerverlust erwartet.

Bei den Statistiken stieg der Verbraucherpreisindex in der Eurozone im März um 1,3%, verglichen mit erwarteten 1,2% und nach 0,6% im Vormonat. Auf Jahressicht liegt die Inflation bei 2,6%, was 0,1 Prozentpunkte über der Prognose und 0,7 Prozentpunkte über dem Wert vom Februar liegt.

Am Devisenmarkt gibt der Euro um 0,21% auf 1,1782 USD nach.