Getragen von außergewöhnlichen Gewinnen im Energiesektor und einer besser als erwartet ausgefallenen Performance der Finanzinstitute dürften die Gewinne der europäischen Blue Chips im ersten Quartal im Durchschnitt um 11,5% gegenüber dem Vorjahr gestiegen sein.
Diese Prognose basiert auf den Ergebnissen von 265 Unternehmen aus dem Benchmark-Index STOXX 600 sowie auf Marktschätzungen für jene Firmen, die ihre Zahlen noch nicht vorgelegt haben.
* Für europäische Blue Chips wird nun ein Umsatzrückgang von 0,4% im ersten Quartal erwartet
* Die Umsätze blieben in sieben der letzten acht Quartale hinter der Gewinnentwicklung zurück
* Die Unternehmen haben in den letzten Jahren Maßnahmen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Abkühlung ergriffen, indem sie zur Ergebnisverbesserung ihre Kosten optimierten
* Bei den europäischen Energieriesen wird ein Gewinnplus von 50,4% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erwartet, was auf die kriegsbedingt höheren Ölpreise im Nahen Osten zurückzuführen ist
* Vor Ausbruch des Konflikts war noch ein Rückgang von 2% prognostiziert worden
* Auch der europäische Finanzsektor hat die Erwartungen übertroffen; laut I/B/E/S-Daten meldeten 68% der Unternehmen Gewinne oberhalb der Schätzungen
* Der Immobiliensektor hingegen steuert auf Gewinne zu, die 23,9% unter dem Vorjahresniveau liegen
* Der STOXX 600 Index ist seit Jahresbeginn um 4% gestiegen, notiert jedoch weiterhin rund 3% unter dem Niveau vor Kriegsbeginn
* Norwegische und spanische Unternehmen im Index dürften mit 56,3% bzw. 31,5% das höchste durchschnittliche Gewinnwachstum erzielen
* Demgegenüber wird bei portugiesischen und dänischen Firmen mit einem Gewinnrückgang von 34,3% bzw. 8,5% gerechnet


















