Der paneuropäische STOXX 600 Index stieg um 0,5% auf 621,29 Punkte. Der Schweizer SMI legte um 0,7% zu und erreichte ein Rekordhoch.
Banken setzten die Gewinne aus der vorherigen Sitzung fort und stiegen um 1,3%. Damit erholten sie sich von jüngsten Belastungen, obwohl sie im vergangenen Jahr zu den Top-Performern zählten.
Gesundheitsaktien sprangen um 1,4% auf den höchsten Stand seit September 2024, während der Immobiliensektor-Index um 1,8% zulegte und damit den stärksten Stand seit Oktober erreichte.
Geopolitik stand im Mittelpunkt, als Irans Außenminister erklärte, dass die USA und Iran in der zweiten Runde indirekter Atomgespräche eine Verständigung über zentrale "Leitprinzipien" erzielt hätten.
Unabhängig davon begannen von den USA vermittelte Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland in Genf, wobei der umstrittene Punkt der territorialen Kontrolle im Fokus stand.
Vor diesem Hintergrund gaben Rüstungsaktien um 0,2% nach.
Energieaktien fielen um 0,6%, da der Brent-Ölpreis um mehr als 1% sank, während der Grundstoffsektor um 1,6% nachgab, was auf Schwäche bei Gold-, Silber- und Kupferpreisen zurückzuführen war.
Die Anlegerstimmung wurde kürzlich durch Sorgen erschüttert, dass Anwendungen der künstlichen Intelligenz die Margen traditioneller Unternehmen unter Druck setzen könnten. Die neuen, von KI getriebenen Unruhen zogen sich durch verschiedene Sektoren, darunter Software, Versicherungen und Transport.
„Der Markt versucht einfach herauszufinden, welche Unternehmen durch KI gestört werden könnten“, sagte Roland Kaloyan, Leiter der europäischen Aktienstrategie bei Société Générale.
„Und was wir sehen, ist, dass der Markt begonnen hat, eine Risikoprämie aufzubauen, denn ehrlich gesagt weiß niemand genau, wie die Auswirkungen für jedes Unternehmen sein werden – ob das Unternehmen von KI profitieren kann oder ob Teile des Geschäfts gestört werden könnten.“
Dennoch konnten sich die europäischen Börsen am Dienstag dem negativen globalen Trend entziehen.
Sektoren, die während des Ausverkaufs in Europa besonders gelitten hatten, wie Medien, Versicherungen und Technologie, legten zwischen 0,8% und 0,9% zu.
Unter den weiteren Kursbewegungen verzeichnete der Bergbaukonzern Antofagasta einen Anstieg des Jahres-Kernergebnisses um 52%, doch die Aktie fiel um 3,4%; Analysten verwiesen auf die unter den Erwartungen gebliebene Dividende und schwächere Kupferpreise am Dienstag.
Avolta stieg um 5%, nachdem die UBS ihre Empfehlung für den Schweizer Reisehändler von „Neutral“ auf „Kaufen“ hochgestuft hatte.
BFF Bank fiel um 11,8% auf ein Rekordtief, nachdem Quellen berichteten, dass Untersuchungen wegen mutmaßlicher Bilanzfälschung bei dem Kreditinstitut andauern.























