Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Donnerstag zur Eröffnung stabil, da der Nahostkonflikt die Anleger zur Vorsicht mahnte, während der Spirituosenhersteller Remy Cointreau nach der Ankändigung eines Sanierungsplans zulegen konnte. Der paneuropäische STOXX 600 Index stieg bis 08:19 Uhr GMT um 0,1 % auf 622,17 Punkte. Die Rohölpreise gaben um etwa 1 % nach, nachdem Israel und der Libanon eine Vereinbarung zur Umsetzung eines Waffenstillstands erzielt hatten. Nach mehreren Fällen eskalierender Spannungen zwischen den USA und dem Iran zu Beginn dieser Woche suchten die Anleger jedoch nach deutlicheren Anzeichen für ein möglicherweise bevorstehendes Friedensabkommen.

Die Märkte behielten auch den Finanzdienstleistungssektor im Auge, einen Tag nachdem Anzeichen von Belastungen an den Privatmärkten die Aktien in Europa und den Vereinigten Staaten erschüttert hatten. Der Schweizer Asset Manager Partners Group legte um 1 % zu und stabilisierte sich damit nach dem Einbruch vom Mittwoch. Das Unternehmen hatte erklärt, dass es infolge der Unsicherheit über Rücknahmen bei seinen offenen Evergreen-Fonds mit einer Verlangsamung des Fundraising in der zweiten Jahreshälfte 2026 und bis ins Jahr 2027 hinein rechnet. Unterdessen stiegen Remy Cointreau um 9 %, nachdem CEO Franck Marilly erstmals einen Turnaround-Plan vorlegte und erklärte, der Getränkehersteller strebe bis 2028/29 eine Steigerung des Betriebsergebnisses um rund 100 Millionen Euro (116,1 Millionen Dollar) an. Universal Music Group verloren 6,7 % nach der Ankändigung des Rückkaufs von Aktien von Pershing Square Funds. Das Musiklabel hatte Anfang dieser Woche ein unaufgefordertes Übernahmeangebot der Investmentgruppe abgelehnt. (Berichterstattung durch Utkarsh Hathi und Johann M Cherian in Bengaluru; Redaktion durch Harikrishnan Nair)