Die europäischen Aktienmärkte verzeichneten am Freitag Verluste, da eine Eskalation der Kämpfe zwischen den USA und dem Iran die Ölpreise in die Höhe trieb und die Hoffnung auf eine baldige diplomatische Lösung dämpfte.

US-Präsident Donald Trump erklärte, der Waffenstillstand sei trotz der Zusammenstöße im Golf weiterhin in Kraft, während Washington auf eine Reaktion Teherans auf seinen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts warte.

Der paneuropäische STOXX 600 sank bis 07:03 Uhr GMT um 0,8 % auf 611,69 Punkte. Die wichtigsten regionalen Märkte vollzogen diese Bewegung nach, wobei der deutsche DAX und der Londoner FTSE 100 um 0,9 % bzw. 0,5 % nachgaben.

Europäische Aktien reagieren weiterhin empfindlich auf geopolitische Schlagzeilen, wobei die Energieabhängigkeit der Region die Märkte belastet und Sorgen über die Auswirkungen auf Inflation und Wachstum schürt. Die Finanzmärkte preisen derzeit drei oder mehr Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank innerhalb der nächsten 12 Monate ein.

Zusätzlich belastet wurde die Stimmung durch Trumps Drohung, dass der Europäischen Union 'viel höhere' Zölle drohen würden, falls die Verpflichtungen aus dem Handelsabkommen nicht bis zum 4. Juli umgesetzt würden.

Unter den frühen Kursbewegungen brachen die Papiere der British-Airways-Mutter IAG um 5,2 % ein, nachdem das Unternehmen aufgrund explodierender Kerosinkosten einen niedrigeren Jahresgewinn als ursprünglich erwartet prognostiziert hatte.

Das spanische Reisetechnologieunternehmen Amadeus legte um 3,7 % zu, nachdem es ein Quartalsergebnis (EBITDA) über den Markterwartungen gemeldet und seine Prognose bestätigt hatte.